Am Freitag ging ich zu M.W.28 und 2/Pi.14, am Samstag kamen 42 Minenwerfer zum Gottesdienst, wovon 36 ihre Ostern machten. Am Donnerstag war ich schon bei Hptm. Müller I/40, dem Sturm Batl., das am 2. oder 3, März sie Sache „Kleiner Balkan“ mitmacht, wegen Osterbeicht. Er versprach mir Bescheid, ich wartete umsonst. Samstag kam der Fürst von Sigmaringen. Um 2 Uhr ging ich der Sache nach und erhielt die Zusage auf 5 Uhr. Ich nichts wie los ans Telephon, um Ottinger zu requirieren, aber … 26.2.1917 weiterlesen

Gestern war Aschermittwoch, Erinnerungstag an den Tod meines ersten Prinzipals Heizmann in Schonach 1905 und Beerdigungstag meiner Mutter anno 1878. Nachm. kam ich doch noch zu einer Arbeit: Gottesdienst für die Rekr.Schanz Komp. 110, die teils am 7. teils am 27. Jän. letzten Gottesdienst hatte. Von den 32 Anwesenden machten 26 ihre Osterbeicht.

Am Samstag war das Beichthören anfangs nicht viel versprechend, da von den zwei ersten Komp. jeweils nur ein Dutzend anrückten. Die Leute waren erst am Morgen aus der Stellung gekommen. In Zukunft werde ich wohl nicht mehr am ersten Ruhetag Beicht ansetzen. Ottinger kam eine halbe Stunde zu spät und ging um 5.45 wieder weg, so daß mir wieder der Löwenanteil blieb. Um halb 8 Uhr war ich fertig. Sonntag früh gab es nach dem Gottesdienst noch etwa 35. Die Kirche war dicht besetzt … 20.2.1917 weiterlesen

Am Montag hatte ich III/40. Die 10. Komp. mußte leider schanzen. Trotz persönlicher Rücksprache mit dem Kommandeur Hptm. Menke konnte ich keinen Gottesdienst erreichen. 40 Mann hörte ich nach dem Gottesdienst Beicht. Gestern abend strenge Arbeit, ebenso heute früh für I/109, das jetzt Hptm. v.Hornstein führt, der an der Somme die M.G.K. hatte. Adjutant ist ein Ltn. v.Berneck, dessen Bruder ich in Lens beerdigt. 153 Kommunionen, es war ein erhebender Anblick. Die ärgste Kälte scheint vorüber zu sein. Gott sei Dank. Letzten Sonntag war … 13.2.1917 weiterlesen

7.45 Uhr marschierte ich nach Neuer Wald, wo 25 Mann beichteten. Gottesdienst mit Predig in einer Baracke, wo ein ordentlicher Altar aufgebaut ist. Dann weiter ins Lager Mont Aubé für Artl., wo eine Baracke für Gottesdienstzwecke bereitgestellt ist.

Unter den dreien, die ich gestern beerdigte, war ein Laienbruder aus Freiburg in der Schweiz Sohn des Intentandurbaurats Blaß in Straßburg. Gestern abend besuchte mich UOffzr. Theologe Schwall von der 12/109. Er kam eben aus Vouziers, wo er 4 Wochen auf der Sturmschule war.

Montag und Dienstag hatte es 20 Grad C., gestern war es besser. Gottesdienst für I/40, das hier liegt und Übungen macht für einen Sturm zur Verbesserung der Front in der nächsten Woche. Sie kamen sehr spät und direkt vom Schanzen, wie mir Ltn. Schick klagte. Ich konnte nur 25 Beichten hören, musste dann allgem. Lossprechung geben. Es kommunizierten dann 140. Der Ernst des Krieges steht wieder vor den Leuten. Zwei Mann beerdigt, darunter einen Fam. Vater mit 6 Kindern. Für heute sind schon wieder … 8.2.1917 weiterlesen

Gestern wurden 29 Grad Celsius unter Null gemessen. Heute – Sonntag – war es noch kälter. Trotzdem hatte ich einen schönen Gottesdienst. Nach langer Zeit wieder in einer Kirche. Und meine Wohnung in der Sakristei neben dran. So bequem habe ich es im Leben noch nie gehabt. Erfreulicher Andrang zu den hl. Sakramenten, trotz der grimmigen Kälte. Hörte 30 Beichten, spendete 80 Kommunionen. Nach dem Gottesdienst hörte ich in der Sakristei nochmals 20‚ weil die Evangelischen die Kirche bezogen. Heute früh ist Dr. Heiler … 4.2.1917 weiterlesen

Meier ist wieder für 3 Tage in Urlaub geflitzt, um seinen Plunder in Mülhausen in Sicherheit zu bringen. Darum machte ich mich gestern auf dem Weg ins Laz. nach Merles, und lief über 2 Stunden. Dann sah ich es vor mir liegen in einer halben Stunde Entfernung. Darum mußte ich umkehren, um meinem kranken Leib nicht zuviel zuzumuten. Heute erfuhr ich von Keller, daß noch keine Schwerverwundeten dort seien und heute abend die Feldgeistliche Ottinger und Emlein dort eintreffen. Heute morgen erhielt ich ein … 2.2.1917, Maria Lichtmeß weiterlesen

Meier ist wieder für 3 Tage in Urlaub geflitzt, um seinen Plunder in Mülhausen in Sicherheit zu bringen. Darum machte ich mich gestern auf dem Weg ins Laz. nach Merles, und lief über 2 Stunden. Dann sah ich es vor mir liegen in einer halben Stunde Entfernung. Darum mußte ich umkehren, um meinem kranken Leib nicht zuviel zuzumuten. Heute erfuhr ich von Keller, daß noch keine Schwerverwundeten dort seien und heute abend die Feldgeistliche Ottinger und Emlein dort eintreffen. Heute morgen erhielt ich ein … 2.2.1917, Maria Lichtmeß weiterlesen

o quae mutatio rerum. Am 10. Nachm. fuhr ich per Auto von Liry nach St. Morel, verspätete den Zug und mußte bis zum nächsten warten, – ein kleines Fegfeuer. Abends um 10 Uhr fuhr ich in Vouziers ab und war andern mittag um 1 Uhr in Freiburg. Erfuhr meinen Durchfall in Sipplingen. Mein Hofschneider Seeger aus Rastatt kam zum Anmessen einer neuen feldgrauen Soutanelle.bAm Montag den 15. – meinem 41. Geburtstag – fuhr ich in die Heimat. Viktor Meininger holte mich per Schlitten in … 31.1.17, Romagne sous – les – CStes. weiterlesen

So nun bin ich marschbereit, um den Urlaub anzutreten. Darauf freut man sich, aber im Hintergrund steht schon gespensterhaft der Tag der Abfahrt aus der Heimat wieder ins Feld. Wann wird der Tag kommen, wo es heißt Einpacken in die Heimat? Frankreich auf Nimmerwiedersehen! //430

Heute morgen 7 Uhr hielt ich den ruß. Kriegsgegangenen röm-kathol. Konfession (Polen) ein Amt. Sie sangen dazu polnische Lieder und knieten die ganze Zeit. Am Schluß sangen sie noch ein polnisches Weihnachtslied. Gebe Gott, daß eine der Folgen dieses Krieges die religiöse Freiheit dieses so lange geknechteten und auch von Preußen entrechteten Volkes sei. Heute morgen hat es geschneit, als wären wir am Feldberg. Die Landschaft ist weiß. Im Div.Befehl steht mein Urlaub vom 12.-25. Januar. Die Post brachte mir Weihnachtspaket und Brief von … 6.1.1917 weiterlesen

Am Neujahrstag vorm. habe ich bei den beiden Gottesdiensten hier und im Gren.Lager in den überfüllten Räumen ordentlich geschwitzt, und mußte schon vor dem Mittagessen ein tropfnasses Hemd ausziehen. Jetzt sind Gott sei Dank Tage der Ruhe, die ich sehr nötig habe. In der Nacht vom 1. auf 2. bin ich erst nach 4 Uhr eingeschlafen. Letzte Nacht ging es besser. Neujahr wurde angeschossen und von einigen Herren des Casinos mit ungeheuren Durst und Kater angefangen.

Eben kam ich von Liry zurück. Dort ist noch ein Unglück passiert. Beim Abfüllen von Benzin kamen zwei Mann ums Leben. Ich habe Heiler gesucht, gebeichtet und den Gehalt von Januar eingezogen. Möchte es bald der letzte Kriegsgehalt sein. 1916 wird im Kalender der Weltgeschichte rot angestrichen sein. Jeder, der noch lebt und gerade Glieder hat, darf heute unserem Herrgott danken für den Schutz im abgelaufenen Jahre. Ja Gott sei Dank für gnädige Bewahrung in //428 mancher Lebensgefahr und besonderen Dank für alles, was … 31.12.1916 weiterlesen

Heute Freitag, schöner Weihnachtsgottesdienst im Gren.Lager auch ohne Musik für ein anderes Batl.109. Die Weihnachtslieder, die ich auf einen Zettel habe drucken lassen, gingen sehr gut. Nachher telephonierte ich noch schwer herum bei der Artl. wegen Gottesdienst an Sylvester in der Goldenen Siege. Gestern abend neue Siegesnachricht aus Rumanien. Hoffentlich trägt sie zur Beschleunigung des Friedens mehr bei, als Wilsons Friedensnote. In diesen Tagen fiel Regen und Nebel.

So wäre denn also auch die dritte Weihnacht im Feld erlebt! Kurz vorher ist eine Friedenstaube aufgeflogen und in der Heimat sollen sie große Friedenszuversicht sein. Im Felde ist man pessimistisch und denkt an die Möglichkeit einer 4. Weihnacht im Feld, weil man die Zähigkeit der Engländer kennt. Ich habe in der Woche vor Weihnachten noch eine Baracke an die Friedenskapelle angebaut und mir dabei Rheumatismus im rechten Knie nach altem Schema geholt. Daher mußte ich am 22. und 23. noch schnell ins Bett … 28.12.1916 weiterlesen

Sonntag 24.12.16 morgens zur Artl. 50 b/Somme-Py schöner Weihnachtsgottesdienst im Unterstand, tief unter der Erde, solider als der Stall in Bethlehem. Nachm. drei Stunden Beichtgelegenheit im Fliegerlager für Artl. gegeben, aber es kamen bloß 4 Mann, es war nicht richtig bekannt gegeben. Abends 6 Uhr begab ich mich nach Bémont Ferme, zur Christbaumfeier des Div.Stabs. //426 Ich wurde überrascht von der Notwendigkeit einer Ansprache, von der mir vorher nichts bekannt war. Ich redete aus dem Stegreif über „Treue und Kameradschaft“, was allenthalben Anklang gefunden … 24.12.1916 weiterlesen

1.12.1916 Gestern umgezogen in ein besseres Quartier dahier  mir auch einen besseren Ofen „geklaut“, der tadellos heizt. So jetzt bin ich wie- //422 der zu Hause. Nur noch das Pferd muß besser untergebracht werden. Die jammernde und scheltende neue San.Komp. ist nun glücklich nach 4 Tagen wieder abgedampft. Heute prächtiges Winterwetter. Gefroren; hell; warme Stube. Hoffentlich können wir hier Weihnachten feiern und den Frieden abwarten. In Rumänien geht es ja großartig voran. Gestern war ich auf der Suche nach meinen Pfarrkindern. Die 110er sind … Dezember 1916 weiterlesen

1.11.1916 Gestern habe ich mir einen ganz gewaltigen Katharr geholt, daß die Nase tropft. Der warme Ofen ist mir offenbar zum Verhängnis geworden. Heute schönen Gottesdienst gehabt für 9. & 11/110. in einem verlassenen und halb zerfallenen Pferdestall (Baracke) des Frankfurter Lagers. Ungeheitztes Zimmer wegen Kohlenmangel; jetzt scheint die Sonne. Es ist so richtig Allerseelenwetter- & Stimmung. 2.11.1916, Orfeuil Gestern abend im Grenadierlager 67 Mann der 9. & 11/209 Beicht gehört. Heute morgen 5 Uhr Gewitter mit mächtigem Blitz und Donner. Gottesdienst im Lager … November 1916 weiterlesen

2.10.1916 Gestern war das Rosenkranzfest. So Gott will, der letzte Sonntag an der Somme. Noch viele Arbeit. Um 7 Uhr zu Fuß nach Roisel. 40 Beichten, Predigt und hl. Messe. Nach Hamlet und dort Feldgottesdienst im Freien für 2 Batd. von 208 Artl. usw. Große Beteiligung, hier hielt Heiler die hl. Messe. Ich predigte kurz über die Schutzengel, länger über Rosenkranz. Hörte mit Heiler 120 Beichten, 134 Komm. Tüchtiger Hunger, da es fast 1 Uhr ‑ bei der verrückten Zeit, also 2 Uhr ‑ … Oktober 1916 weiterlesen

1.9.1916 Herz.Jesu.Freitag, 20 Beichten und Komm. Einen Bauchschuß Kimmig von Oberkirch versehen. Dann lange, lange gewartet <auf den>, dem beide Beine amputiert werden mußten. Nachher entdeckte ich in ihm Josef Huber von Brombach, Nachbarssohn. Er wurde getroffen auf dem Veloziped an der ominösen Straßenkreuzung Peronne, wo ich gestern in Deckung mußte. Es ist fast ein Wunder, daß er nicht verblutet ist beim Transport hierher, ohne daß er richtig verbunden war. 2.9.1916 Heute nacht ging es ziemlich toll her auf dem H.V.Pl., besonders 110er; unruhige … September 1916 weiterlesen

1.8.1916 Gestern nachm. schöner Gottesdienst für Feld Artl.20 (Posener) und unsere 14er im Wald von Buire. Mein neuer Wagen diente als Altar. 38 Beichten und Komm., das war wie bei der wunderbaren Brotvermehrung. Abends halb 7 Uhr war ich unterwegs nach Brusle wegen Anberaumung von Gottesdienst. Da fing es an zu summen und zu zischen und zu krachen, Cartigny wurde mit schwerem Kaliber befunkt, ebenso die Eisenbahn wenige hundert Meter außerhalb Brusle. Nach dem Nachtessen gab es gleich schwere Arbeit auf dem H.V.Platz. Von … August 1916 weiterlesen

2.7.1916 Am 29. abends 5.58 Uhr Abfahrt in Freiburg nach Monthois, musste 6 mal umsteigen, alles war überfüllt. Am 30. um 1 Uhr traf ich in Séchault ein, wo Heiler mich vertreten hatte. Am 1.Juli richtete ich mich ein. Heute Sonntag, der 15.Jahrestag meiner Priesterweihe. Gottesdienst zuerst in Vieux, dann in Triers Ferme. Heute abend 3 Deutsche und einen schon riechenden Franzosen beerdigt. Musste wegen Flieger Deckung nehmen unter einem Baume. Heute abend vom Mont Cuvelet aus den Kanonenberg aus der Nähe betrachtet. Tolle … Juli 1916 weiterlesen

2.6.1916 Am Mittwoch wieder Beerdigung, gestern bei schönem Wetter Christi Himmelfahrt. In der Heimat z.B. Schonach mögen sie herrliche Prozessionen gehalten haben. Ich ging zu Fuß ins Lager, hörte 35 vom III/109, aber zur Komm. kamen 47, was mich in Verlegenheit brachte wegen der Species. Predigt: Sturm auf den Himmel. //371 In Savigny hörte ich noch 42 Beichten und musste äußerst schnell machen mit der hl. Messe, weil die Protestanten nachkamen. Schließlich stellte sich heraus, daß die Uhren ganz verschieden gingen. Keller beerdigte in … Juni 1916 weiterlesen

Tage schwerer Arbeit hinter mir, Sonntag früh Beicht in Brières. Gottesdienst in der zu zwei Dritteln besetzten Halle. In Savigny Gottesdienst für I/40 und andere Formationen, nachher beichten noch bis gegen halb 1 Uhr 66 Mann. Der Bursche hatte vergessen das Frühstück mitzunehmen, so mußte ich bis 1.15 Uhr nüchtern bleiben. Hatte sehr Kopfweh. Um 3 Uhr Beerdigung eines Pioniers und des Gren. Schüßler aus Hundheim b. Werth. Derselbe war am 18. noch im Gottesdienst, wo ich predigte “eine kleine Weile“ und hat dort … 30. Mai 1916 weiterlesen

Seit gestern regnerisch und kalt. Mußte den Gottesdienst für I/109 im Lager Brières in der Halle halten. Im Freien ist die Sache idyllischer. 55 Beichten, Predigt über die Allerheiligenlitanei. //370

Die von uns besetzte Panzerfeste Douaumont b. Verd. flog durch Unvorsichtigkeit in die Luft mit 800 Offizieren und Mann des 12. Gard. Gren. Reg. Ein ähnliches Unglück geschah voriges Jahr in Rußland und früher in Lilles. Major v. Forstner erzählt, daß es z. Zt. wieder schlimm ist am Kanonenberg mit dem Geruch der nur schlecht begrabenen und z. Teil wieder herausgeschossenen verwesenden Leichen. Die Posten müssen sich ein Tuch vor die Nase halten. Man munkelt, daß schon ein Grenadier in Brières bei einem der … 24. Mai 1916, Crecy Ferme, Mittwoch weiterlesen

Samstag funkten die Franzmänner mit ganz schwerem Kaliber auf die Bahnanlage in Challerange. Sonntag früh nach Falaise zu III/111. 50 Beichten gehört, Kirche gesteckt voll. Predigt über die Epistel des 4. Sonntags nach Ostern: Schnell zum Hören, langsam zu Reden. Nachher ebenso in Savigny, wo ich nach Schluß noch 12 Beichten hörte. Abends Maiandacht daselbst ohne Predigt, weil nur etwa 40 Mann erschienen waren. Nachher sagte mir ein Freiburger: diese Maiandacht erinnerte mich an Freiburg St. Martin. Morgens stellte sich mir bei III/40 ein … 23. Mai 1916 weiterlesen

Heute früh Beichtansprache, Bleicht und hl Messe im Dorf Brières für Pioniere. Heute nachm. Beerdigung zweier verheirateter 109er, gefallen durch eigene Artl. Einer verheiratet, zwei Kinder aus Durmersheim, Ansprache: Was wir bergen in den Särgen, ist der Erde Kleid, was wir lieben, ist geblieben, bleibt in Ewigkeit. //368

6.15 Abfahrt über Savigny um das Allerheiligste mitzunehmen nach Primat. Dort ist ein wunderbarer stimmungsvoller Gottesdienstplatz. Zuerst hörte ich 20 Beichten, von I/110, dann hielt ich Gottesdienst mit Predigt (Kleine Weile, Loretto) der Reg. Kommandeur, Major Kirsch, nahm auch daran teil. Zurück nach Savigny //367 wo ich den Selbstmörder Weis von der Kriegskasse beerdigte. „Er hat früher schon gesponnen“. Er war in Urlaub, kam aber nach 5 Tagen schon wieder, ohne zu Hause in Untergimpern gewesen zu sein, erhielt einen Anpfiff, worauf er sich … 19. Mai 1916 weiterlesen

Abends, 10 Uhr ging plötzlich vorne ein Hexensabbath los. Wie ich gestern erfuhr, hatte die Garde einen kleinen Angriff gemacht und das Feuer verpflanzte sich auch auf unseren Frontabschnitt. Die 109er mußten dabei wieder bluten. Keller beerdigte gestern 3 Mann von 1./109. und abends bekam ich die Ansage, einer Beerdigung: Oswald eben Gespräch mit Major von der Osten, wegen Beerdigung eines Selbstmörders beim Gen. Kommando. Heute früh hatte ich Gottesdienste II/209 im Lager Brières. Hörte 60 Mann Beicht, 40 weiteren, die aber schon Ostern … 18. Mai 1916 weiterlesen

Nachdem die Eisheiligen ausgetobt haben, beginnt heute das schöne Wetter. Gestern früh halb 5 Uhr war ein ganz verrücktes Feuer. Die Franzosen waren in einen Graben der 109er eingedrungen, offenbar um //366 den Truppenteil festzustellen. Nach einer halben Stunde wurden sie wieder hinausgeworfen, hatten aber einen Vizefeldw. und einige Mann geschnappt. Und uns blutige Verluste beigebracht, die ich heute nachm. in Brières beerdigte: vier Mann. Einer davon war eben aus dem Urlaub zurückgekehrt und um 2 Uhr in den Graben gekommen. Um 5 Uhr … 16. Mai 1916 weiterlesen

Die kalte Sophie macht ihrem Namen alle Ehre; eiskaltes Regenwetter. Tolles Art. Feuer. Cader, Assessor bei der Div. Intendantur, war für 6 Stunden in Köln. Er erzählt von der großen Teuerung. Für ein Abendessen gehen 10 Mk. drauf. Ein Kilo Salamiwurst kostet 6 Mk. ein paar Tauben 12 Mk., ein Ei 28 Pfg. Die vorigsjährige Ernte war total mißraten. Da sieht man, wie unsere Zeitungen schwindeln. Die Franzosen sind sehr gut verpflegt, bei Verdun erbeuteten unsere Soldaten Weißbrot. 109 will Erinnerung an Loretto feiern, … 15. Mai 1916 weiterlesen

6.15 Uhr Abmarsch zu Fuß bei großem Schmutz und Nässe über den Berg nach Savigny. Beicht, Gottesdienst für II/40 und Kolonnen. Predigt: eine kleine Weile und Wiedersehen mit Erinnerungen an Loretto. Fahrt nach Falaise, Gottesdienst für 111, Jäger und Kol. Beide Mal guter Gesang. Die 40er und 111er Musik haben scheints die Noten zu den Liedern meines Gesangbüchleins von Musikm. Heisig abgeschrieben. An beiden Orten wurde ich mit den Beichten nicht ganz fertig und mußte einigen die allgem. Lossprechung geben. Mein Herz scheint allmählich … 14. Mai 1916 weiterlesen

Wenn ich zu Hause bin, muß ich im Zimmer celebrieren, denn die Kirche im nahen Brières ist als Revier für 109 eingerichtet. Crecy war früher ein Frauenkloster und jetzt wird nach langer Zeit im Hause wieder Messe gelesen. Heute besuchte ich in Savigny Hptm. Prisken, der glücklicherweise das II/40 wieder bekommen hat. Er erzählte mir, daß der Ehrenchef des Reg.‚ Fürst v. Sigmaringen, dem Reg. Kommandeur Major v. Reineke erzählte, daß er – der Fürst – auch schon Messe gedient habe in Anspielung auf … 13. Mai 1916, 10. Crecy Ferme, Samstag weiterlesen

Gestern nach dem Gottesdienst von Major Leu, Ortskommandant von Savigny, Anpfiff wegen Anmeldung des Gottesdienstes bei der Ortskommandantur. Es galt offenbar mehr dem Kollegen Dr. Heiler, der unangemeldet Maiandacht gehalten hatte. Gestern nachm. Zusammenkunft mit zwei Geistlichen der 3. Garde Div. in St. Morel. Verschiedenes besprochen, besonders wegen Einteilung der Pastoration hinter Vouziers. Da wäre ein Feld der Betätigung für Wächter, wo er sich besser //364 betätigen könnte, als in der Sorge um die Stellvertretung bei der 28. I.D. Gestern abend 10 Uhr noch … 12. Mai 1916, Crecy Ferme, Freitag weiterlesen

Gestern bin ich hier angekommen zur Vertretung des Div. Pfr. Meier, der bis 31. Mai wegen Krankheit beurlaubt ist. Die Div. hat also meinen Vorschlag angenommen. Ich celebrierte um 6 Uhr früh, nahm um 8 Uhr bei strömendem Regen Abschied von Les Alleux, dem Dörfchen auf luftiger Höh, fuhr nach Vouziers, um Hostien mitzunehmen, hatte in Falaise eine lange Besprechung mit Dr. Heiler,dem ich allerlei Winke gab, Wächter hatte Heiler zitiert und allerlei Sums gemacht, weil er nicht gefragt worden war. Crecy Ferme ist … Crecy-Ferme, 11. Mai 1916 weiterlesen

Am Weißen Sonntag war ich im Etappengebiet: Sauville und Tannay. Am 2. Mai in Vouziers Meier besucht, der von seiner Krankheit sehr angegriffen aussah. Am 4. Mai ging ich zur Div. nach Hubertushof und machte dem Adjutanten Major v. Böhmer den Vorschlag; ich vertrete Meier und der San. Gefreiter Dr. Heiler bei M.G.K.111 vertritt mich. Letzte Woche schlief ich noch gut. Ich erwachte nicht bei dem Knallen und Schießen anlässlich der Durchfahrt eines franz. //362 Luftschiffes. Letzte Zeit schlafe ich schlecht. Urlaub täte meinen … 8. Mai 1916 weiterlesen

Am Mittwoch dritter Schwitztag, Donnerstag fahrt nach Le Chesne, um Gottesdienst einzurichten. Heute abend erster Ausgang, der mit noch Beschwerden und heftigen Schweiß verursacht. Wie die Welt sich in acht Tagen verändert hat. Winter mit Schnee, heute Frühling mit Vogelgesang und treibenden Knospen. Nenn nur der ewige Kanonendonner nicht wäre, dann begänne man wieder neu aufzuleben; als erwachte man aus einem wüsten Traum. Abends halb 7 Uhr noch Son-//353nenschein. Es ist also wieder Licht und hell. Was war das diesen Winter mit seiner Dunkelheit … 17. März 1916 weiterlesen

Gestern und heute abwechselnd Schwitzen und Wickeln gegen Rheumatismus im Knie. Dabei trübe Stimmung wegen der Kriegslage, überall Stillstand. Es will bei Verdun nicht mehr weiter gehen. An unserem Frontabschnitt liegen Schwarze in den Gräben. Bei uns klappen viele mit den Nerven zusammen.

Heute morgen zum erstenmal nach Vrizy. Daselbst II/109 zur Beicht bestellt. Ich höre mit Langenstein und Dallwig 235 Beichten. Hielt nachher Predigt und hl. Messe. Fürchterlicher Schmutz da drunten im Tal. Wie sauber ist es dagegen hier oben //359 Ich brachte eine ganze Kasse Rosenkränze und Büchlein „Vater ich rufe Dich“ an den Mann.

1. Fastensonntag. Freitag nachm. mit Langenstein und Hartmann II/112 mit 319 Mann in Quatre-Champs Beicht gehört. Von Le Chesne wird der //352 Rekrutengottesdienst abgesagt. Emlein und ich empören uns darüber. Samstags löst sich das Rätsel. Die alten Rekruten sind vorn zum Schanzen, 2000 frische kamen erst und sind kaum untergebracht. Daher Gottesdienst unmöglich. Am Samstag vorm. pilgere ich bei Winterwetter nach Quatre-Champs, um der in Toges liegenden Kolonne Gottesdienst zuhalten. Samstag abend Beicht für 2/3 F. P. K. 6 und Pf. Depot = 36 … 12. März 1916 weiterlesen

Heute war ich in Voncq im Lazarett. Es hat bis zu Weihnachten einen ganz hübschen Schnee herabgeworfen. Der gestrige Heeresbericht berichtet von erfreulichen Fortschritten. Wie viel Blut mag da hüben und drüben fließen! Gott möge bald ein ende machen.

Fridolinsfest im Schnee. Letzten Samstag waren Langenstein, P. v. Dallwig und P. Hardtmann erschienen. Aber leider waren es zu wenig Beichtkinder. Von 3 – 7 Uhr mit denen, die ich noch allein hörte und am morgen noch hörte 297. Im Gottesdienst lud ich noch diejenigen, die heute zur Front gehen müssen, nochmals ein, spendete die allgem. Lossprechung und 53 Kommunionen. Im Gottesdienst war die Hälfte des Depots, trotzdem war die Kirche dicht besetzt. Um 11 Uhr hatte ich in Quatre-Champs sehr gemischtes Publikum. 6. … 6. März 1916 weiterlesen

Am Mittwoch ging ich nach Chestres und fand Arbeit, indem ich beim Beichthören eines Batl. von Reg. 88 in Falaise aushalf. Wir hörten zu dritt 200 Mann. Der 68 jährige Pfarrer daselbst ist ein ehrwürdiger und vernünftiger Mann. Er haust, da das Pfarrhaus von uns belegt ist, mit seiner Schwester in der Sakristei. Dort stehen zwei Betten und ein Küchenherd, der zugleich als Ofen dient. Er sieht den Krieg an, als eine Strafe für Frankreichs Unglaube. Aber er ist auch für uns eine Strafe, … 3. März 1916 weiterlesen

Gestern abend war es wieder sehr dunkel und der Himmel bei Verdun blitzte auf von Scheinwerfern und Kanonenschüssen. Gestern und heute Fliegergeschwader Richtung Verdun. Das Wetter ist am Umschlagen, aber heute geht es noch. Bisher war das Wetter günstig für die große Sache. Möchte endlich das Ende abzusehen sein!

Bei richtigem Winter und Aprilwetter nach Tannay. Osterbeicht, Hirtenbrief verlesen, hl. Messe. Heute nachm. Beerdigung eines 90 Jahre alten blinden Mannes. Der Maire hatte dem Grafen geschrieben, mich zu benachrichtigen „s‘ il croyait utile“. Der Sohn hat auch schon graue Haare, er wollte mir als Remuneration einen Kirsch bringen.

Der heutige Tag wird vermutlich als ein ganz blutiger und so Gott will auch entscheidender in den Analen der Weltgeschichte eingetragen sein. Mindestens 50 Flieger habe ich mit eigenen Augen in der Richtung nach Verdun fliegen sehen. Der Geschützdonner ganz großer Kanonen war auch gewaltig. 10000 Gefangene sind amtlich bestätigt. Heute ging sogar das Gerücht von 22000. Der Heeresbericht schreibt: Feind erlitt außerordentlich blutige Verluste. Die Unsrigen sind erträglich. Welch eine Ernte mag da der Tod //35O in diesen Tagen bei Verdun einheimsen. O … 26. Februar 1916 weiterlesen

Gestern war ich in Charleville bei der Konferenz. Es waren etwas über 50 Geistliche, darunter Bischof Faulhaber. Positives Ergebnis war für mich nichts besonderes, höchstens die Erfahrung einiger Tatsachen, die mir wieder bewiesen, wie notwendig es wäre, daß die //349 deutsche Feldseelsorge von einer Jammergestalt wie dem Armeebischof Dr. Jöppen erlöst würde. Wunderbar war auch das Geschick Wächters, sich hinzustellen, als ob er die halbe Welt aus den Angeln hebe. Charleville ist Sitz des großen Hauptquartiers.“Beinahe“ wären wir Sr.M. vorgestellt worden, aber er kam … 25. Februar 1916 weiterlesen

Gestern erfuhr man schon durch mündliche Überlieferung, die sehr schnell geht, von den großen Ereignissen bei Verdun. Hoffentlich gelingt der große Plan. Die Armeen, die dabei noch bluten müssen! Aber lieber ein Ende mit Schrecken als einen Schrecken ohne Ende. Abends gingen wir noch auf die Höhen gegen Terron, und sahen von Verdun herüber gewaltiges Blitzen und dumpfe Donnerschlüge der Kanonen. Es sollen 42er in Betrieb gesetzt sein.

Gestern kamen Frau und Schwägerin von Müßig an und wollten ihn besuchen. Gestern abend Marsch auf Terrons Höhen. Tolles Artl. Feuer, abends Zeppelin über die Front geflogen und um halb 11 Uhr zurückgekehrt.

Gestern 11 Uhr Gottesdienst mit Predigt über Geduld. Hier für Pf. Dep. l. Abends tolles Beichthören in Le Chesne, von 5 – 9 Uhr 170 Rekruten. Um halb 10 Uhr war ich hier zum Nachtessen. Früh 6.15 fuhr ich wieder ab, Komm. Predigt und Gottesdienst in Le Chesne vor sehr gefüllter Kirche. 11 Uhr das gleiche in Quatre-Champs. Bauchzwicken,1 Uhr hier zum Essen. Fernspruch wegen Beerdigung in Voncq: “Madame Cognac”. Russenkreuz auf dem dortigen Friedhof. In Ballay beerdigte Langenstein den Uoffzr. Müßig von unserem … 20. Februar 1916 weiterlesen

Heute morgen Gottesdienst mit Predigt “Ich habe den guten Kampf gekämpft” für II/40. und Seelenmesse für die Toten des Batl. hatte seit Toges keinen Gottesdienst mehr, aber blutige Verluste. Die 6. Komp. hat allein 11 Tote. Ich hörte einige Beichten, gab dann die Gen. Absolution und spendete 170 Kommunionen. Gestern abend Friedensgericht wegen Streit der Pfarrburschen. //348

Heute morgen furchtbarer Sturm, Fahrt nach Voncq, erfahre von den schweren Kämpfen der letzten Tage, und 70 Mann Verlusten des II/40. Theologe Schmidt aus Fischbach im Kinzigtal, der mir in Toges öfters ministrierte, ist gefallen. Besuch des Laz. Weiterfahrt nach Neuville. Gottesdienst mit Predigt für III/40. Musik, allgem.Lossprechung. Bei einem Sägewerk im Walde Schmieröl für meinen Wagen aufgetrieben. Heute nachm. war Langenstein hier. Prisken führt das 2. Batl. 40 nicht mehr. Er hat 6 Wochen Erholungsurlaub, dann kommt er zum Rekr. Depot oder bekommt … 15. Februar 1916 weiterlesen

Heute 3 Stunde mit kalten Füßen im Wagen gesessen, um in Brieulles für Pf. Dep. 2 und eine halbe Kol. aus Les Petites Armoises (nicht ganz 50 Mann) Gottesdienst zu halten. In Le Chesne sind die schönen Sonntage dahin. Der”neue Mann” Major Tieze (ein alter Bekannter von Henin Liétard her) “wünscht nicht alle Sonntage Gottesdienst, sondern nur alle drei Wochen”. Emlein hat sich vorläufig auf 14 Tage geeinigt. “Die Leute sollen einmal einen Sonntag für sich haben.” !!!

Letzte Tage im Winter, Schnee, etwas gefroren, dann naß, sodaß die Sintflut wieder ins Zimmer tobt. Den Zuber untergestellt. Heute morgen nach Voncq, zuerst ins Laz., dann gut besuchter Gottesdienst für III/88. Predigt, dann 32 Beichten. Heim zum Mittagessen, Fahrt nach Le Chesne, Besuch des dortigen Laz.‚ Beerdigung mit Ansprache des Off.Stellv. Valentin Dionys Speier u. Rheinholdsheim b/Wertheim von 1905 – 1912 b.3.See Batl. in Kioutchou, kapituliert Rastatt bei 111, //347 verheiratet sich daselbst, 20.8.14.leicht verwundet, seit 4.11.15 b. Ret. Depot in Le Chesne, … 11. Februar 1916 weiterlesen

Heute morgen lustiges Schneegestöber. Vollstündige Winterlandschaft. Pfr. Horn kam auf seinem Rückweg von Düsseldorf hierher, um mir einen Gottesdienst in Voncq für Freitag zu übertragen. Der Graf war schon um 5 Uhr wieder ganz voll.

Gestern abend war Hochkonjunktur im Beichtstuhl in Le Chesne. Von 5 bis halb 9 Uhr 144 Mann gehört. Früh 6 Uhr Abfahrt. Von 7 Uhr ab nochmals 26 Mann gehört. Die älteren Rekruten der 28. I.D.sind heute //346 und die der 29. gehen morgen zur Front. Daher der Andrang. Egon Hock bestellte nach der Beicht Grüße von Frau und Vater in Schonach und bat ums Gebet. Es ist wirklich hart, wenn ein Fam. Vater mit 40 Jahren und 9 Kindern in den Schützengraben muß. … 6. Februar 1916 weiterlesen

Gestern ein wunderbarer schöner Tag mit heftiger Kanonade. Ich war weit hinten in Tannay mit einem gut besuchten Gottesdienst und Feld. Laz. I & X. sowie einer Etappenkol. 12 Beichten. Während der Predigt spürte ich Stechen im linken Knie, ein böser Vorbote eines Anfalls von Rheumatismus. Darum legte ich mich heute nachm. ins Bett, nahm zwei Saliziltabletten und schwitzte gründlich.

Heute gründliche Umgestaltung meines Bettes und meines Zimmers. Die Löcher in den Tapeten verhängt durch sieben Köln. Volkszeitungen und drei Schwarzwaldlandschaften von Kurt Liebich, die mir Emlein geschenkt hat. Das Bett mit einem Rost und frischer Wäsche versehen und an eine andere Wand gestellt um das Gepolter im Pferdestall nicht so genau zu hören. Geputzt und aufgeräumt. Alles so schön eingerichtet, daß es mich nicht wundern sollte, wenn unser Korps demnächst abrückte. Heute morgen war es etwas kalt und unlustig, nachm. schon warm und … 1. Februar 1916 weiterlesen

Am Samstag bei schönem Wetter Fußtour mit Emlein nach Le Chesne. Sonntag 7 Uhr Abfahrt nach Neuville, Gottesdienst mit Kaiserpredigt für II/35. Etwa 100 Mann. Ein Leutnant spielt Harmonium, bei dem aber //344 ein Pedal fehlt. Die Leute setzen nicht ein. Maria zu lieben und Großer Gott ging dann zur Not. Auf der Heimfahrt Laz. in Voncq. Ich finde unter den 118ern auch Badener. In der Kirche halte ich Gottesdienst, wobei sich auch 35er einstellen. Nachm. Spaziergang in den Wald, bei meiner Rückkehr steht … 31. Januar 1916 weiterlesen

Der Graf hat noch Dusel gehabt, denn es ist plötzlich Urlaubssperre für die ganze Westfront verhängt worden, was darauf schließen läßt, daß wir am Vorabend von großen Ereignissen stehen. Gebe Gott, daß die Sache damit endlich zu einen glücklichen Schlusse gelangt. Nach den franz. Berichten zu schließen, haben wir bei Ypern Durchbruchsversuche gemacht, die aber nicht gelungen sind. Am Mittwoch mußte ich noch nach Quatre-Champs, weil plötzlich jemand auf die Idee eines gemischten Kaisersgeburtstagsgottesdienstes gekommen ist. Ich habe ihn gehalten, aber wahrscheinlich zum ersten … 28. Januar 1916 weiterlesen

Kirchweih oder besser gesagt Fastnacht des Reg.113 mit dem gemischten Kaiser Geburtstagsgottesdienst in Ballay durch Emlein. Die armen Soldaten mußten stundenlang in der Feuchtigkeit herumstehen, weil die Herren Offiziere gestern ein Fest gehabt! //343

Auf den Frühling ist wieder Regen und Nebel gefolgt. Mein Gaul hat Emleins Wagen zusammengeschlagen. Aus Mängel an Gäulen soll die Offensive gegen Saloniki nicht losgehen können. Ich wüßte noch solche aufzutreiben; würde anfangen beim Oberlt. Bender beim Gen. Kdo.‚ beim Div. General und bei den etatmäßigen Div. Pfarren. Emlein macht sich auch darüber lustig, daß Pfr. Keller gestern abend mit den Sporen in Urlaub abgerückt ist. – Ausgerechnet Keller, der nie reitet, zeigt in der Heimat die Sporen. Heute mit Emlein nach Voncq … 25. Januar 1916 weiterlesen

Am Samstag fuhr ich trotz großem Katharr nach Le Chesne zur Beicht es kam aber nur ein Mann. Dafür waren es Sonntag früh, als ich um 7 Uhr ankam, schon 51 Mann, welche ich mit Mühe vor dem Gottesdienst bewältigte. Nachher mußte ich noch 11 Komm. spenden, weil der Curé keine Hostien mehr konsekriert hatte. Der Mann ist blind und dumm, oder boshaft, es ärgert mich nur, daß er dem hl. Vater so ähnlich sieht. Predigt über Vigilate et state in fide. //342 Um … 24. Januar 1916 weiterlesen

Gottesdienst in Quatre-Champs für I. & III./40. Emlein beerdigt heute in Le Chesne einen Rekruten – Prof. – der aus Angst, er könnte verrückt werden, sich selber erschoß. Der Komp. Führer hielt am Grabe eine Rede, in der er ihn als tüchtigen Soldaten herausstrich. Wenn alle Soldaten so tüchtig sind, daß sie sich selbst erschießen, dann lieb Vaterland, magst ruhig sein!

Heute die 111er weg und die 118er angekommen. Der Graf liegt im Bett mit geschwollenem Kopf, Emlein ist heute in unser Haus gezogen, denn im Schulhaus, wo er bisher war, und wo auch jeweils Inf. liegt, sieht es toll aus. Sie haben ihm beinahe das Zimmer überm Kopf abgebrochen. Heute nachm. Fahrt nach Chestres. Aber es war ein Metzgergang. Langenstein hat das III/109 gestern allein Beicht gehört und seufzt, obgleich es lange keine 195 waren. Die Geschichte mit dem Weihnachtsministrieren (Monstrieren!) ist schon bekannt. … 19. Januar 1916 weiterlesen

Heute morgen konnte der Graf wieder einmal singen: Ist halt doch ein schönes Fest gewesen, gestern wieder voll gewest. //341 Heute morgen Predigt, hl. Messe und Komm. Für 1/111 und dann Ruhetag. Abscheuliches Regenwetter. Habe in einem Kalender gelesen, das viele Schießen sei schuld an dem vielen Regen.

Ich erfuhr von einem Selbstmord, den einer begangen, weil er nicht zum Offizier befördert worden. Von zwei anderen Selbstmorden erfuhr ich wegen Unterschlagungen durch Verpflegungsoffiziere. In einem Fall soll die Summe 60000.-Mk. betragen. Das kommt zum Teil her vom Spielen, das scheints überhand nimmt, selbst bei Stäben. Es soll Leutnants geben, die jetzt, bei Kriegsgehalt und guter Verpflegung noch namhaften Zuschuß von zu Hause brauchen. Mitunter wird lästerlich gesoffen. Das war das nur wieder gestern mit dem Grafen. Er war zum Nachtessen schon kanonenvoll. … 17. Januar 1916 weiterlesen

Halb 7 Uhr Abfahrt nach Le Chesne, Beicht, Gottesdienst mit Predigt über Familienleben und Krieg, R. Musik 40 hat leider mit der Orgel nicht zusammengestimmt. Freute mich auf den Gottesdienst in Quatre-Champs für III/111 und volle Kirche und siehe, es war vertollpatscht, trotzdem ich persönlich zweimal auf dem Büro gewesen war. Nun bin ich lackiert, indem ich morgen wieder hinab muß und die Soldaten, die einmal an einem Sonntag hinten waren und Paradeschritt klopfen mußten.

Heute mein Geburtstag. 8 Uhr Komm. Gottesdienst für 4/111. Es wurde aber über 9 Uhr bis alle da waren. Predigt über: Elias in der Wüste und die hl. Kommunion. Beim Frühstück Tischgespräch über die Hurerei der Offiziere in Nordfrankreich, über Freimaurerei und Lage des Papstes infolge des Artikels in der Köln. Volkszeitung “Dunkle Wolken über dem Vatikan”. Heute abend in Le Chesne Beicht gehört, und bei schlimmen Wetter zu Fuß nach Hause. In der Kirche knieten vor dem Muttergottesaltar drei stille feldgraue Beter mit … 15. Januar 1916 weiterlesen

Gestern Fahrt nach Quatre-Champs mit zur Vereinbarung von Gottesdiensten. Heute früh 7 Uhr Fahrt nach Toges zu II/40.Von 8 – 10 Uhr Beicht von 42 Mann, Gottesdienst mit Predigt über das Familienleben und Krieg. Nachher erzählt mit Hptm. Prisken die neueste Bosheit des Reg. Kommandeurs, Majors v. Reineke. Schönes //339 nachträgliches Weihnachtsgeschenk: Strafversetzung der beiden Leutnants Schick und des Schwagers von Prisken zum 1. Batl. wegen des Ministrierens in der Christmette. Reineke wünscht nicht, daß Offiziere ministrieren. Er getraute sich aber nicht, dies ins … 14. Januar 1916 weiterlesen

Gestern in dichtem Nebel zu Fuß nach Voncq ins Lazarett, wo viele innerlich Kranke liegen. Heute Nacht wieder Regenwasser im Zimmer. Es sind zwei Komp. von 111 hier zur Ruhe angekommen.

Gestern abend – ich glaube zum erstenmal im Leben – Punsch getrunken. zur Feier der Ernennung des Leutnants Buchinger aus Karlsruhe. Er ist katholisch, aber scheints kein besonderer Glaubensheld. Er kommt zum II/40. Die Herren waren froh, daß ich für heute Gottesdienst ansetzte, so konnten sie das Exerzieren absetzen. Der Major vom I/40 soll sehr auf Gottesdienst dringen. Nach dem Gottesdienst Fahrt nach Quatre-Champs, um einen verstorbenen franz. Zivilisten zu beerdigen. Ein evang. Feldg. vom 8. A.K., der von Mai bis November in dessen … 11. Januar 1916 weiterlesen

Gestern Bummel nach Le Chesne, um Gottesdienst zu arrangieren. Am Samstag morgen nach Quatre-Champs für die 2 Kom. 40 ,die in Ballay liegen. Beichtansprache, 29 Beichten, Predigt, Kommunion, hl. Messe. Nachm. zu Fuß nach Le Chesne zum Beichthören. Wenige. //339Sonntag früh Fahrt nach Le Chesne, Beicht bis zum Gottesdienst. Nicht umsonst. Gottesdienst mit Predigt über das Gebetsleben. Nach Quatre-Champs für III/40 dazu kam noch II/40 und Kolonnen. Kirche bombenmäßig gefüllt.

Gestern, Donnerstag, Dreikönig. 7 Uhr hier Beicht gehört mit denen von gestern abend 27. Gottesdienst für 1. & 2./40 und Kol. Nachher schleunigst nach Toges, wo es arg preßierte, weil der Reg. Kommandeur Major v. Reineke sich angesagt hatte. Er kam aber zu spät. II/40 hat in vier Wochen jetzt 5 Gottesdienste von mir gehabt. Gestern war es nochmals schön. Mit Weihnachtslichtern und Musik im trauten, überfüllten Kirchlein. Für manchen vielleicht der letzte Gottesdienst, denn das Batl. wird bei dem dem nächstigen Sturm als … 7. Januar 1916, Les Alleux weiterlesen

Gestern wieder nach Voncq zur Aushilfe im Beichtstuhl, für Pfr. Horn. Problem: Pastorieren der 112er in Perron , um die sich Langenstein bisher nicht gekümmert hat. Nachts 11 Uhr Funkspruch, daß es nicht möglich ist. Heute abend hier Beichtgelegenheit, die von einigen benützt wird. Es ist nie umsonst. //337

Das Geschäft hat schon gut geblüht im neuen Jahr. Am Neujahrstag nachm. halb zu Wagen halb zu Fuß nach Quatre-Champs und dort gegen 60 Beichten gehört von 9. & 10./40, Bei gewaltiger Finsternis und Sturm den Berg hinauf. Wachtposten fordert die Parole: „Heil dem Kaiser“. Gestern Sonntag morgens 8 Uhr schon wieder in Quatre-Champs und das Fuhrwerk heim geschickt. Um 8 Uhr Komm. für die 40er. //336 Dann 40 Kolonnenleute Reicht gehört. Gottesdienst mit geringer Beteiligung. Von der 11/40 war nur ein Mann vertreten. … 3. Januar 1916, Les Alleux, Montag weiterlesen

So Gott will, Jahr des heiß ersehnten Friedens. Gestern morgen fuhr ich zum Sylvestergottesdienst nach Toges zu II/40. Ich hatte Beicht angesagt von 9 – 10 Uhr und wurde dabei ganz toll überrannt. Denn obgleich wir vor drei Wochen zu dritt das Batl. Beicht gehört hatten, fanden sich so viele ein, daß ich die allgem. Lossprechung geben mußte, nachdem ich in einer Stunde 60 gehört hatte. Es waren dann 170 – 180 Kommunionen. Prisken, Schick und andere Offiziere an der Spitze. Predigt: Blick rückwarts … 1. Januar 1916, Samstag, Les Alleux, Neujahr weiterlesen

Letzte Nacht wieder ganz tolle Ruhestörung vom gräflichen Nachbarn, um halb 11, halb 12 und halb 4 Uhr. Heute morgen habe ich das schwierige Problem gelöst dem in Verrières ganz verschollen liegenden Pferdedepot Gottesdienst zu halten. Ich hatte die Mannschaft nach Brieulles bestellt und fuhr dahin von 7 – 9 Uhr. Wir kamen zusammen an. Von 9 – 10 Uhr beichteten von den 34 Mann 33, nachdem ich eine Beichtansprache gehalten. Nachher Predigt und hl. Messe. Brieulles gehört zum 18. Res. Korps, welches dort … 30. Dezember 1915, Donnerstag, Les Alleux weiterlesen

Montag war ich in Quatre-Champs bei der Staffel 66 wegen Gottesdienst in Brieulles. Dienstag in Le Chesne, um den Gottesdienst für Neujahr zu regeln. Mittwoch früh fuhr ich nach Voncg, um Horn bei Reg. 35 auszuhelfen. Es war aber nichts los. Heute nachm. kam ein Telegramm, daß der Gottesdienst nachts um 12 Uhr abgesagt war. So besuchte ich das Laz., celebrierte und fuhr wieder heim. Letzte Nacht nur wenig geschlafen, zuerst brach die Bettstatt, dann radauten die versoffenen Offiziere und einen würdigen Schluß machte … 29. Dezember 1915, Les Alleux, Mittwoch weiterlesen

Freitag 24. hl. Abend. Morgens 7.30 Uhr – wieder sintflutartiger Regen, Abfahrt nach Neuville et Day zum Gottesdienst für III/113. Am Vortage hatte ich mit Div. Pfr. Horn von 3 – 7 Uhr das Batl. samt M.G.K/113, die in Semuy liegt, Beicht gehört. Weihnachts-//331gottesdienst mit Musik, Predigt und 250 Kommunionen. Das Kirchlein war dick voll gepfropft. Die Kommunikanten mußten vom Altar weg ihren Ausgang durch die Sakristei nehmen. Es war fast kein Ministrant aufzutreiben. Den Nachmittag hatte ich mir vorbehalten zur Ruhe, Sammlung und … 27. Dezember 1915, Les Alleux weiterlesen

Meine Nervosität zeigt sich jetzt auf die alte Weise: Ich kann lange nicht einschlafen und habe dann unruhigen Schlaf. Außerdem werde ich öfters gestört von meinem gräflichen Nachbar. Heute morgen besuchte mich zum zweitenmal ein Uoff. des Hauptmanns Hiller in Montgon. Er wünscht gemeinsamen Weihnachtsgottesdienst für Katholiken und Protestanten. Ich sagte: Nein.

Heute Nacht ist der Zuber fast voll geworden von dem von der Zimmerdecke rauschenden Wasser. Ich schaute zweimal nach, ob der Zuber nicht überlaufe. Die übrige Zeit der Nacht geisterte ich im Traum umher auf der Suche nach Beichtvätern. Heute morgen für ca. 50 Kommunikanten von 2/110 hl. Messe und Ansprache. Verteilung von Lesestoff. Schon um 2.15 war ich in Voncq. Ich hatte alles gestern schön für die Beicht vorbereitet, fand aber keine Truppen vor. Auf dem Telephon war der Reg. Befehl liegen geblieben. … 22. Dezember 1915, Les Alleux, Mittwoch weiterlesen

Gestern, Montag, um 10 Uhr Gottesdienst in Toges für II/40 mit Predigt aber den Kriegsheiland. 4.30 Uhr Beginn der Beichten in Quatre-Champs für II/110. Zu meinem Schrecken kamen Langenstein und P. Simon nicht. Ich hatte dieselben telephonisch bestellt. Der Funkspruch war aber in Vouziers nicht befördert worden und Langenstein sitzt in seinem Chestres neben der Welt draußen. Zu allem Unglück kamen mehr zur Beicht als ich erwartet hatte, da hieß es: divide et impera. Ich schickte 2 Komp. weg, und glaubte, sie würden nicht … 21.Dezember 1915, Dienstag, Les Alleux weiterlesen

Gestern, Samstag, morgens noch 12 Mann von 1. & 2. Komp. 40 Beicht gehört und denselben eine Predigt gehalten über den Kriegsheiland. //329 Mittags von 3 – 7 Uhr hörte ich in Le Chesne Rekruten, besonders 112er. Ebenso heute früh 6 Uhr. Dann spendete ich 101 Komm. So habe ich beim Rekr. Depot am 2. 3. & 4. Adventsonntag 1005 Komm. gespendet, alle Komp. haben offizielle Beichtgelegenheit gehabt. Zum Gottesdienst war eine leibhaftige, richtig gehende Reg. Musik von 109 mit Bernhagen da. Einen geübten … 19. Dezember 1915, Les Alleux weiterlesen

Beim Kaffee Gespräch über die Erfindung der Franzosen, im Schützengraben Telephongespräche „abzuhören“. Das hat uns sicher viel geschadet, bis wir dahinter kamen. Jetzt ist das mündliche Meldewesen wieder zu Ehren gekommen. Also wir allein haben auch nicht die Technik gepachtet. Menschen müssen den Sieg erringen.

Gestern bin ich nach langer Zeit wieder einmal auf den Gaul gestiegen und nach Le Chesnes geritten. Trockenes, etwas kaltes Wetter, etwas Schnee auf den Dächern. Heute morgen Gespräch mit dem Führer der 1./40 einem Leutnant aus Bühl, der ein Exportgeschäft mit zwei Niederlassungen in Paris hat. Er war kürzlich in Urlaub und es ist ihm aufgefallen, wie der Krieg in den Städten der Heimat wenig Wirkung in moralischer Beziehung ausübt. Frivole Damentoiletten in Karlsruhe, so daß er vor Ärger aus dem Konzert wegging. … 16. Dezember 1915, Les Alleux, Donnerstag weiterlesen

In der Frühe Fahrt nach Voncq. ins Lazarett, wo einige beichten und kommunizieren. Celebriere um halb 10 Uhr. Auf der Heimfahrt holte ich zwei Mistelzweige (Mispel) von einem Apfelbaum. Diese Zweige sind in dieser Gegend, was bei uns die Christbäume. Heute Nachm. Gang, um die wahnsinnige Backsteinmauer von Maison Rouges. Die Länge im Viereck beträgt mindestens 6 km, die Höhe 3 m. Es waren mindestens eine Million Ziegel nötig. Der Erbauer und Besitzer ist Fabrikant von Champagnerflaschen. An dieser Mauer mag manche versoffene Existenz … 14. Dezember 1915, Les Alleux weiterlesen

Heute ist der Jahrestag meines siegreichen Einzugs in Lens. Und was ist in diesen 365 Tagen alles an mir vorübergegangen! Samstag nachm. in Le Chesne Aushilfe durch P. Langenstein, P. Simon, P. v. Dallwik und Kav. Pfr. Weiser, letzterer kam aber erst um halb 4 Uhr und machte sich schon um 5 Uhr aus dem Staub. Bei 109 funktionierte es glaube ich nicht gut. Bei 112 gar nicht, es kamen nur etwa 6 Mann. Abends aß ich auf Einladung bei den Offizieren im Casino. … 13. Dezember 1915, Les Alleux weiterlesen

Gestern abend bis 11 Uhr geplaudert mit Leutn. (Lehramtspraktikant Dolland in Karlsruhe), Verwandter des gleichnamigen Pfarrers. //322 Genau vor einem Jahr wurde er als Ers. Reservist nach Rastatt eingezogen. Von den 40ern kam er zu 109, dann nach Döberitz, jetzt ist er zum Leutnant befördert. Er erzählt vom Curé von Auménaucourt, einem Chauvinisten vom reinsten Wasser. „Die preussischen Aumoniers pas gentils“ in Frankreich ist alles tadellos. Die franz. Männer „sont très religieux, mais ils ne pratiquent pas.“ Die deutschen Katholiken haben sich an die … 11. Dezember, Les Alleux, Samstag weiterlesen

Heute Nacht wieder Radau im Haus und sintflutartiger Regen. Heute morgen wollte ich Predigt studieren, aber zuerst sprach ich mit den Leutnants von 2/40 und vereinbarte Beicht. Um 10 Uhr kam ein Fuhrwerk vom Ortskommandant in Quatre-Champs, um mich zu requirieren für die Beerdigung eines Zivilisten, da der franz. Curé von Falaise krank geworden ist. Ich stieg sofort in den Wagen, kam aber zu spät. Die Totengräber waren gerade am Zuschaufeln. Mangels eines Sarges war der Tote mit Stroh ins Grab gelegt worden. Et … Les Alleux, 10. Dezember 1915, Freitag weiterlesen

Heute habe ich 20 km verfahren nach Tannay und war von 7 – 1 Uhr unterwegs, um 11 Beichten zu hören und 28 Sanitätern vom Feld. Laz. I und X Predigt und Messe zu halten. Auf dem Rückweg habe ich den „Etappenhergott“ Oberstlt. Hugsell besucht. Er ist ein alter Vierziger und weil ich mit gutem Gewissen die 40er loben konnte, habe ich ihm so imponiert, daß ich von ihm beim Abschied zum Essen eingeladen wurde für den Fall meines Aufenthaltes. Heute nachm. ging ich … Les Alleux, 7. Dezember 1915, Dienstag weiterlesen

Besuch des Feldlaz. in Voncg, Weiterfahrt nach Attigny. Nach Zurücklegen von 9 km kehre ich vor La Roche um, da ich den Weg mit einem Pferd unmöglich machen kann, und die Herren in Vouziers ebenen Weg und kürzere Entfernung haben. Das ganze Aisnetal ist überschwemmt. Es setzte auf der Heimfahrt wieder unaufhörlicher Regen ein. Pfr. Emlein hat heute 8 Liter Petroleum und 300 kleine Christbaumkerz//322chen herbeigeschafft vom Prov. Amt Vrizy, zur Erleuchtung der Pfarrämter.