Der Krieg mit all seinen Leiden, Qualen und Entbehrungen liegt weit hinter mir. Nur langsam erholte ich mich von den äußeren und inneren Wunden, die er mir geschlagen hatte. Von Göttingen aus wurde ich am 3.10. zur Arbeitsaufnahme nach meinem heutigen Wirkungskreis überwiesen. Jetzt stehe ich wieder mitten im Leben. Gern und ungern denke ich […]

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Es nützt auch nichts, wenn ich mir noch einmal vergegenwärtige, in welch “feierlicher” Weise mir mein “Eisernes I.” Verliehen wurde. Ich hatte eines Tages das Missgeschick, meine Urinflasche auf den Erdboden fallen zu lassen. Die Flasche ging in Scherben. Mich darüber in Arrest zu stecken, war bei meinem Zustand anscheinend nicht angebracht. Aber 8 Tage […]

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Am 8.8. Konnte ich bereits zum ersten Male aufstehen um mit Krücken einen schüchternen Gehversuch zum Fenster zu wagen – doch, Straße, wie wunderlich sahst Du mir aus! Ich kam mir vor, als wäre ich betrunken. Kein Wunder auch darum, dass ich sogar über eine nur 1cm hohe Türschwelle stolperte und fürs erste genug hatte. […]

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Am 8.8. Konnte ich bereits zum ersten Male aufstehen um mit Krücken einen schüchternen Gehversuch zum Fenster zu wagen – doch, Straße, wie wunderlich sahst Du mir aus! Ich kam mir vor, als wäre ich betrunken. Kein Wunder auch darum, dass ich sogar über eine nur 1cm hohe Türschwelle stolperte und fürs erste genug hatte. […]

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Wiederum musste ich feststellen, dass der Mensch mehr aushalten kann, als er glaubt. Wie wäre es sonst möglich gewesen, dass ich am 6.7. zwei weitere Abszesse nur in Aether-Betäubung überstand, obwohl ich das Messer bis auf die Knochen spürte. Narkose, Morphiumspritze und Opiumtropfen aber sind und bleiben Himmelsgaben. Nur schade, dass man so wenig davon […]

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Trotz bester Behandlung – bei umso schlechterer Versorgung – trat eine Besserung meines Zustandes jedoch nicht ein. Über 2 Monate lag ich bereits im Fieber. Es war alles anders gekommen, als ich es mir vorher ausgemalt hatte. Ich hatte etwa wie folgt kalkuliert: In wenigen Wochen ist das Bein heil. Du wirst zwar noch etwas […]

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Die ungefähr 50stündige Reise über Valenciennes (wo wir beinahe noch das Opfer feindlicher Fliegerbomben geworden wären), Namur, Lüttich, Herbesthal, Köln, Hagen, Paderborn bis Göttingen trug die gleichen Kennzeichen, wie die Fahrt im Krankenwagen und Sanitäts-Auto. Zwar waren die Schienen glatter als die Wege und Straßen von der Front — aber das rücksichtslose Anziehen der Lokomotive […]

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Als ich aus der Narkose erwachte, lag ich im Bett und harrte der Dinge, die kommen würden. Bei der Operation war zwar der Granatsplitter entfernt worden – aber besser wurde es damit nicht. Die Wundschmerzen steigerten sich bis ins Unerträgliche. Dieses und vielleicht auch der tägliche starke Zuwachs an weiteren Verwundeten waren zweifellos die Ursache, […]

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Als ich aus der Narkose erwachte, lag ich im Bett und harrte der Dinge, die kommen würden. Bei der Operation war zwar der Granatsplitter entfernt worden – aber besser wurde es damit nicht. Die Wundschmerzen steigerten sich bis ins Unerträgliche. Dieses und vielleicht auch der tägliche starke Zuwachs an weiteren Verwundeten waren zweifellos die Ursache, […]

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Ich sollte überhaupt nicht mit bei der Offensive sein, weil ich zuvor nächtelang bei den Vorbereitungen mitgeholfen hatte. Ich wies diese Zumutung zurück. Ich wollte nicht zurückbleiben, wenn es wieder vorwärts ging. Noch ehe ich zur Front abrückte, hatte ich Pech. Beim Anzünden einer Pfeife ging in meiner linken Hand die ganze Streichholzschachtel in der […]

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Gottseidank! “Eine jede Kugel trifft ja nicht!” Wäre es anders, unsere gesamte Batterie gehörte längst der Vergangenheit an. Wir lägen vielleicht zerfetzt in irgendeiner Erdfalte der Champagne, oder an der Aisne, an der Somme, vor Verdun oder im fremden Land. Aber trotzdem, “eine Kugel trifft bestimmt einmal”, wenn man Tag um Tag und Jahr um […]

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Eine Kugel trifft bestimmt einmal. Offensive bei Cambrai. Im Feuergefecht und im Gas. Ein Granatsplitter genügte. 9 Stunden hilflos auf dem Verbandsplatze. Sanitätsauto nur für Offiziere. Die Himmelfahrt nach dem Feldlazarett. Nachts 1 Uhr endlich unter dem Messer. Eine 50-Stündige Fahrt in dem Lazarettzug. Im Göttinger Reservelazarett II, Abteilung Thüringer Hof. Was man aushalten muss, […]

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Nochmals in der Feuerstellung. Die letzten Vorbereitungen. Morgen soll’s losgehen. “Eine jede Kugel trifft ja nicht!” Wir haben unsere Geschütze diese Nacht mit 30 Mann endgültig eingefahren – ein Stück Arbeit, wie es von Menschen nur im Kriege geleistet werden kann. Gestern abend halb 8 Uhr begannen wir damit. Das 1. Geschütz konnte glatt auf […]

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Sie sind wirklich zu Ende. Über Nacht haben wir Neuville verlassen, um über Bouchain nach Ramillies zu marschieren. Um 8 Uhr morgens langen wir an. Diesmal ist die Unterkunft noch “bescheidener” als bisher. Wir liegen unter notdürftig errichteten Dächern, die höchstens gegen Regen und Fliegersicht Schutz bieten. Lange wird aber wohl auch hier unseres Bleibens […]

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Ein nächtlicher “Gasangriff” hinter der Front. “Int Schipperhus.” Wir liegen noch immer in Neuville. Trotzdem scheinen wir nicht mehr weit vom Schuss zu sein, da die zum Bataillon gehörigen Munitions-Kolonnen bereits Munition in die Stellungen fahren müssen. Außerdem ist auch der Bataillonsstab weiter an den Feind herangerückt und hat sein Quartier in Cambrai aufgeschlagen. Aus […]

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Die allgemeinen Vorbereitungen an der Front gehen immer mehr ihrem Ende entgegen. Auch die Stellungen unseres Bataillons werden bereits notdüruftig hergerichtet. Es sollen darin 1200 schuss je Batterie untergebracht werden – ein schwieriges Stück Arbeit in dem engen Raum, der uns zugeteilt ist. Überall steht schon Artillerie. Noch täglich kommt neue hinzu und mit den […]

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2.3.: Wir haben diese Nacht wider Erwarten noch in Curgies zugebracht. Doch heute abend geht es bestimmt weiter. Das Wetter ist inzwischen erneut stürmisch und nasskalt geworden, so dass uns im Gedanken an die damit verbundenen Annehmlichkeiten ein leichtes Grauen überkommt. 3.3.: Lourches. Empfindliche Kälte. Morgens 1 Uhr haben wir Curgies verlassen. Diesmal gab es weder […]

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Curgies. Mein guter, alter Klepper! Das Wetter für den vergangenen Nachtmarsch war etwas günstiger. Bei hellem Mondenschein verliessen wir – nachdem  man uns zunächst 3 Stunden auf dem Biwakplatz hatte stehen lassen – um Mitternacht Bavay. Ich hoffte, auf dem Rücken meiner “Rosinante”, die man mir in meiner Eigenschaft als Richtunteroffizier für die kommende Offensive […]

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In Nachtmärschen zur Front. Währen der Nacht hat der größte Teil der zahlreichen in der Gegend von Maubeuge in Ruhe gelegenen schweren Batterien die Quartiere verlassen. Auch wir mussten dem uns lieb gewordenen Consolre den Rücken kehren. Der Abmarsch erfolgte heute morgen um 4 Uhr im Bataillonsverband über Colleret, Jeumont, Boussois, zunuachst bis Maubeuge. Dort […]

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In Nachtmärschen zur Front. Währen der Nacht hat der größte Teil der zahlreichen in der Gegend von Maubeuge in Ruhe gelegenen schweren Batterien die Quartiere verlassen. Auch wir mussten dem uns lieb gewordenen Consolre den Rücken kehren. Der Abmarsch erfolgte heute morgen um 4 Uhr im Bataillonsverband über Colleret, Jeumont, Boussois, zunuachst bis Maubeuge. Dort […]

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Marschbereitschaft. Man plant eine deutsche Offensive bei Arras. Seit gestern ist das Bataillon marschbereit. Heute sollen wir bereits abtransportiert werden; der Abmarsch ist aber im letzten Augenblick auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Soviel ich erfahren habe, werden wir nach der Gruppe Arras kommen, dort jedoch nicht sofort, sondern – wie alle übrigen für diesen Abschnitt […]

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Bereits 14 Tage in Ruhe. Flandern erneut in Sicht? Sonntag. Morgen befinden wir uns bereits volle 14 Tage in Ruhe – ohne dass wir Grund haben, uns irgendwie zu beklagen. Die Quartiere sind ausgezeichnet, die Verpflegung ausreichend und der Dienst erträglich. Dazu kommt ein herrliches Frühlingswettter, das seit dem ersten Tage unseres Hierseins anhält. Wie […]

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Ein dreistündiger Fußmarsch bringt uns über Ferrière la Grande (wo unsere Geschütze zur Reinigung und Auffrischung abgegeben werden) nach Consolre, einem Städtchen von etwa 3000 Einwohnern nahe der belgischen Grenze.
Hoffentlich bleibt unsere Ruhe dies…

Das angekündigte Herausziehen der Batterie ist noch um einige Tage verschoben worden und findet erst heute statt. Wir marschieren 2 Uhr nachmittags nach Liesse, der selben Bahnstation, die wir bereits bei unserer Ankunft kennen lernten. 10 Uhr abends verlassen wir die Aisne und schon am nächsten Tag, den 21.1.1918 morgens 7 Uhr sind wir am […]

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Draußen ist alles weiß. Neue Flugblätter der Franzosen. Wer ist der nächste Angreifer? Ich bin seit dem 7. Wieder in Stellung. Draußen ist noch alles weiß. Zweimaliges Tauwetter vermochte den Winter nicht zu verscheuchen. Solange wir hier unsere ruhige Stellung behalten können, soll uns die Kälte willkommen sein. Wir finden sogar wieder einmal Gelegenheit, gegenseitig […]

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Weihnachten und Neujahr liegen hinter uns. Der Krieg ist eingeschlafen. Die Scheidewand zwischen “Volks”- und “höherer” Schulbildung. Die Vertretung des Feldwebels liegt hinter mir. Ich habe eine ruhige und angenehme Zeit verlebt. Alles blieb in bester Ordnung und auch im alten Gleise. Selbst der Batterieführer war diesmal mit mir zufrieden. Die Weihnachtsfeier am 24.12. Reihte […]

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Wir wünschten, es ginge wieder einmal vorwärts. Eiserne Portionen! Nochmals Vertretung des Feldwebels. Nach dreiwöchigem Aufenthalt auf Beobachtung und zuletzt in der Feuerstellung kehre ich zur Sammelstelle zurück. Vorn war es recht ruhig. Fast möchte man glauben, dem Frieden schon einen Schritt näher zu sein. Und doch wickeln sich bei den Franzosen wie bei uns […]

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Erst waren die Franzosen ruhig – jetzt geht es wieder los. Der Streit zwischen Bataillons- und Betterieführer. “Wir” sind die Leidtragenden – und der Batterieführer geht nach der Heimat. Beobachtung auf der “Römerschanze”. An der Front war es seit unserem Hiersein verhältnismäßig ruhig. Gestern lebte die feindliche Artillerietätigkeit wieder auf. Die Franzosen beschossen während der […]

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Rin in die Kartoffeln – raus aus die Kartoffeln – rin in die Kartoffeln! Alles wird man mal im Leben leid, sogar das Kriegstagebuchschreiben. Aus dem Urlaub zurück. Der neue Papierkrieg. Am 1.11. Stellungswechsel nach der Aisne. Waldlager “Schwaben” bei Sissonne. Am 2.11. In Stellung bei Outre. Russland soll Waffenstillstand angeboten haben. Nach wochenlanger Bummelei […]

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Das Batterieschwein vertrocknet – ein Wildschwein ist ertragreicher. Der heutige Tag hätte ein Festtag für die Batterie werden können – doch kommt es manchmal anders, als man denkt. Der Gang der Dinge war jedenfalls folgender: Bei unserem letzten Ruheaufenthalt war der Batterie ein Schwein zum Mästen übergeben worden. Man ging dabei anscheinend von der Voraussetzung […]

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Unsere Feuerstellung erhielt heute erneut eiserne Grüße vom Feinde. Wir hatten nur 8 Granaten auf eine feindliche Batterie abgegeben, als der erste Schuss eintraf. Natürlich war alles im Handumdrehen im Stollen, um die weiteren Dinge abzuwarten. Dabei ist uns aber schließlich die Zeit recht lang geworden, denn die Beschießung zog sich von 4:30 nachmittags bis […]

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Obergefreiter B. – Der “fliegende” Radfahrer – tot. Gestern Abend gegen halb 10 Uhr erhielt das Gelände in der Nähe unserer Batterie heftiges Streufeuer, das bis zum Morgen anhielt. Leider haben wir dabei wiederum einen unserer alten Kämpen verloren. Obergefreiter B. hatte gerade um diese Zeit Nachtwache am Fernsprech-Apparat. Er lag unmittelbar an dem der […]

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Obergefreiter B. – Der “fliegende” Radfahrer – tot. Gestern Abend gegen halb 10 Uhr erhielt das Gelände in der Nähe unserer Batterie heftiges Streufeuer, das bis zum Morgen anhielt. Leider haben wir dabei wiederum einen unserer alten Kämpen verloren. Obergefreiter B. hatte gerade um diese Zeit Nachtwache am Fernsprech-Apparat. Er lag unmittelbar an dem der […]

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Das sechstägige “Dauer-Mauscheln”. Der Hundefänger der Batterie. Sechs Tage Ruhe liegen hinter mir. Ich könnte ebensogut sagen: “Das sechstägige Dauermauscheln ist beendet.” Wie kann man nur an einem so einfachen, dummen Kartenspiel sechs Tage und sechs Nächte lange Gefallen finden? Doch, was sollten wir tun. Der Dienst in der Ruhestellung war diesmal glücklicherweise beschränkt. Der […]

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Stellungswechsel rückwärts. Wir stehen in der neuen Stellung einige hundert Meter rückwärts. Alles ist gut gegangen, obwohl es erst anders aussah. Das feindliche Störungsfeuer während der Nacht ist eklig. Bald kracht es hier, bald da. Es gilt niemandem und allen zugleich und greift sich wahllos seine Opfer heraus. Wenn man dann noch mit Wagen, Geschützen […]

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Abermals in der Geschützstellung. Was tut man wenn die Bedienung stiften geht? Die Lage ist inzwischen wieder brenzlich geworden. Der Franzmann streut fast zu jeder Tagesstunde das gesamte Gelände, besonders mit seinen beliebten “Ratschern”, ab. Da das Grundwasser noch immer daran hindert, unsere Laufgräben, die nur bis Brusthöhe reichen, weiter auszubauen und Unterstände für die […]

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„Die Stellungen müssen unter allen Umständen gehalten werden“ Das Gelände um unsere Geschütze herum ist mit Batterien aller Art gespickt. Befehl von oben: “Die Stellungen müssen unter allen Umständen gehalten werden!” Gestern abend setzten die Franzosen bei strömendem Regen noch zu einem äußerst heftigen Angriff auf der ganzen Divisionsfront und weiter nach rechts an. Unsere […]

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Marke “Kohlenkasten”. Der Batterieoffizier muss abtreten. Sonntag. Was wir erwarteten ist eingetreten. Heute mussten wir zur Unterstützung unserer Artillerie bei der Abwehr eines schweren feindlichen Angriffes rechts der Maas flankierend mit unserem gesamten Munitionsbestand eingreifen. Unzählige feindliche Ballons standen hoch und schauten unseren Geschützen geradewegs in die Rohrmündungen. Das konnte nicht gut gehen. Jedenfalls wurde […]

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Hals über Kopf nach und von der alten Beobachtung. Neue Beobachtung auf der “Kronprinzenhöhe” Nachdem ich genau einen Tag in Ruhe war, bin ich heute schon wieder zur Batteriestellung kommandiert worden. Diese liegt jetzt zweieinhalb Kilometer hinter der bisherigen, mitten auf einer kleinen Anhöhe, ohne jede Deckung. Der Einbau der Geschütze ist bereits in Angriff […]

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Die feindlichen Angriffe finden endlich energetischen Widerstand. Vorgeschobene Beobachtung in der “Hagen”-Stellung. Eine zweite Baumbeobachtung. In der Batterie Verwundete. Wenn man trotz feindlichen Feuers auf der Stange sitzt..! Am gestrigen Vormittag war die feindliche Tätigkeit gering. Der Feind befestigte seine Stellunge nund richtete sich darin weiter häuslich ein. Am Nachmittag setzte sein Zerstörungsfeuer auf unsere […]

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Die Franzosen bauen ihre Erfolge weiter aus. Auch Samogneux in ihrer Hand. Unsere Artillerie ist wieder intakt. Dem gestrigen bewegten Tage ist eine auffallend ruhige Nacht und ein ebenso stiller Morgen gefolgt. Erst mit zunehmender Sicht wird die Artillerie wieder lebhaft. Die Franzosen richten sich überall in den neu gewonnenen Gräben ein und sind inzwischen […]

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Die Franzosen bauen ihre Erfolge weiter aus. Auch Samogneux in ihrer Hand. Unsere Artillerie ist wieder intakt. Dem gestrigen bewegten Tage ist eine auffallend ruhige Nacht und ein ebenso stiller Morgen gefolgt. Erst mit zunehmender Sicht wird die Artillerie wieder lebhaft. Die Franzosen richten sich überall in den neu gewonnenen Gräben ein und sind inzwischen […]

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Der Hexenkessel von Verdun. Infanterieflieger greifen ein. Unser Beobachtungsstand zusammengeschossen. Die eigene Munition restlos verpulvert. Höhe 304, Heckengrund und Toter Mann von den Franzosen gestürmt. Cumières- und Rabenwald fast kampflos besetzt. Artilleristische Abwehr durch ein einziges Feldartillerie-Geschütz. Unterkunft nach Liny verlegt. Ich bin seit gestern abend wieder auf Beobachtung. Eben – 9 Uhr vormittags – […]

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Noch immer Kampf der Kanonen. Das deutsche Munitionslager “Baden” fliegt in die Luft. 3 Verwundete auf Beobachtung und in der Batterie. Noch immer hält der Kampf der Kanonen an, ohne dass neue Infanterievorstöße folgten. Die Franzosen haben in wenigen Tagen eine Unmasse Batterien herangezogen. Auf unserer Seite wird fortgesetzt nach einem Ausgleich gesucht. Dieser Streit […]

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Das beiderseitige Artilleriefeuer hält noch mit unverminderter Stärke an. Der deutsche Heeresbericht meldet: “An der Nordostfront von Verdun haben sich auf beiden Maasufern heftige Artielleriekämpfe entwickelt!” Nun weiß man daheim wieder Bescheid – aber es ist hier wie anderswo; niemand der Unbeteiligten wird sich nur im entferntesten eine Vorstellung von dem machen können, was sich […]

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Bis heute war ich sechs Tage auf Beobachtung. Im Anfang ließ sich die Sache ganz angenehm an. Seit drei Tagen sind die Franzosen jedoch so unverschämt, dass man sie weder zum Freund noch zum Feind besitzen möchte. Fast sieht ihre lebhafte Artillerietätigkeit, ihr Zerstörungsfeuer gegen die Gräben am “Toten Mann” und gegen die “Höhe 304” […]

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Unternehmen “Zähringen” – ein voller Erfolg. Erneuter Papierkrieg. Zwei Sonderkapitel: “Verpflegung” und “Reklamation”. Der Krieg sorgt auch für Humor. Doch, wer wirklich im Dreck saß, hält den Schnabel. Nach dem Kriege – Krieg dem Kriege. Das von uns am 29.7. veranstaltete Unternehmen “Zähringen” hat vollen Erfolg gebracht. Die feindlichen Stellungen wurden auf 2km Breite und […]

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Feuerstellung nach dem Forges-Wald verlegt. Hauptbeobachtung ebendaselbst. Seitenbeobachtung auf den Brabanter Höhen. Die Einrichtung des Ruhelagers. Verpflegung wird knapper. Unsere Feuerstellung musste bereits zweimal gewechselt werden und ist nunmehr endgültig auf den Nordrand des Forges-Waldes verlegt worden. Beobachtung im gleichen Wald, jedoch mehrere 100m vorwärts, und zwar auf einem hohen Baum. Seitenbeobachtung auf den Brabanter […]

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Die Ruhezeit ist beendet. Eisenbahnfahrt über Stenay bis Vilosnes. Waldlager bei Sivry. Was wird uns Verdun bringen? Schneller, als uns lieb ist, sind wir aus der Ruhe aufgescheucht worden. Gestern abend kam Befehl zum Abmarsch. Die Vorbereitungen waren rasch beendet. Wir verließen jedoch erst heute morgen halb 4 Uhr unseren Quartierort. In 3 Stunden waren […]

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Die Ruhezeit ist beendet. Eisenbahnfahrt über Stenay bis Vilosnes. Waldlager bei Sivry. Was wird uns Verdun bringen? Schneller, als uns lieb ist, sind wir aus der Ruhe aufgescheucht worden. Gestern abend kam Befehl zum Abmarsch. Die Vorbereitungen waren rasch beendet. Wir verließen jedoch erst heute morgen halb 4 Uhr unseren Quartierort. In 3 Stunden waren […]

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    “Verdun ist ein Kapitel für sich. Wer hierher kommt, stellt seine Erwartungen von vornherein niedriger!” Zwar scheint es zunächst, als ob die Befürchtungen, die an diesen Namen geknüpft werden, sich nicht erfüllen. Aber schon 3 Wochen nach unserer Ankunft beginnen die Franzosen zu trommeln. Und dann kommt wieder der Krieg in schlimmster Form. […]

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Der tägliche Zeitvertreib in La  Malmaison. Reitunterricht. Ein Tag in Longuyon. Vertretung des beurlaubten Feldwebels. Soldat und Bevölkerung. Die Wogen der Erregung haben sich geglättet. Unsere weitere Ruhezeit hat inzwischen einen angenehmeren Verlauf genommen, als wir zunächst hoffen durften. Die Dienstverhältnisse sind erträglicher geworden. Der Exerzierfimmel ist überwunden. Über die Verpflegung können wir nicht mehr klagen. Wir […]

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 Pessimismus in krassester Form Der ersten Besichtigung ist schon am nächsten Tage eine zweite durch den General der Artillerie bei der 5. Armee gefolgt. Weniger leutselig dagegen scheint augenblicklich unser Herr Bataillons-Kommandeur gesonnen zu sein. Als Antwort auf die Vorschläge seiner beiden Batterieführer, den Dienst zunächst hauptsächlich auf Instandsetzungsarbeiten an Kleidung, Fahrzeugen usw. zu beschränken, […]

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Rethel, Sedan, Charency, Vecin, La Malmaison. Nach ununterbrochener Eisenbahnfahrt über Rethel und Sedan sind wir heute nacht 2 Uhr am Bestimmungsort Charency-Vecin angelangt. Mit dem Entladen der Batterie wurde sofort begonnen. Die schlechten Rampenverhältnisse und der große Durchgangsverkehr in Ch. dehnten dieses, sonst kaum eine halbe Stunde währende Geschäft bis morgens 5 Uhr aus. In […]

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Wir verlassen überraschend die Aisne. Abfahrt von Roberchamp-Ferme. Sonntag. Wir sind zeitlich und räumlich einen gewaltigen Sprung weiter. Augenblicklich – 1 Uhr mittag – siten wir auf dem Bahnhof Roberchamp-Ferme und verladen die Batterie zum Abtransport in unbekannter Richtung. Der Befehl zum Abmarsch kam recht überraschend am 5.7. abends. Bereits am nächsten Morgen waren die […]

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Heute vor drei Jahren habe ich das Projekt Vierzehnachtzehn – Die Entwicklung der Dinge online gestellt. Eigentlich ein versehen. Ich wollte das Projekt erst zum eigentlichen Start am 29.7. bekannt geben, aber nachdem ich die Seite ein paar Menschen in meinem Freundeskreis zeigte und meine „Sperrfrist“ nicht klar kommuniziert hatte, war ich plötzlich mit Tweets […]

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Ein Unglückstag. 3 blühende Menschenleben zerfetzt. Der Papierkrieg. Trotz “Ruhe” an der Front – Tag und Nacht auf den Beinen. Die Widerwärtigkeiten des Kapitels “Urlaub”. Ein Anschnauzer auf dem Gefechtsstande des Bataillons. Der heutige Tag ist ein Unglückstag für uns — und meine Ansicht, dass es vorn wie hinten dasselbe sei, muss ich revidieren. Wie […]

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Zwischen Ruhe und Fronttätigkeit kein Unterschied mehr. Was bedeuten Witterungseinflüsse für die Artillerie? Nach viertägiger Ruhe bin ich heute erneut zur Beobachtung gepilgert. Vorn ist rein gar nichts mehr los, so dass es schließlich gleich ist, wo man die Zeit totschlägt. Wir haben fortgesetzt herrliches Wetter. Die große Hitze erzeugt jedoch im Aisne-Grund so starken […]

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Die Maubeuger Wissenschaft muss verwertet werden. Man brennt förmlich darauf, von der praktischen Verwendbarkeit meiner Maubeuger Wissenschaft etwas zu erfahren – und schickt mich heute wieder zur Beobachtung. Ich treffe vorn Ruhe an. Durch einen überraschenden Vorstoß ist es uns inzwischen gelungen, die an die Franzosen verloren gegangene “Höhe 108” erneut zurückzuerobern. — An größere […]

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Ich war die verflossenen Kriegsjahre mit dem Prädikat “k.v. allezeit ein großer Esel” Abends 10 Uhr. Nach vierstündiger Eisenbahnfahrt, zweistündiger Autofahrt und einstündigem Marsch sind wir wieder in Nizy le Comte angelangt. Die Herrlichen Tage von Maubeuge stehen noch in frischer Erinnerung. Sie waren in jeder Beziehung prächtig. In dem Kursus, der uns allerhand Neues […]

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Auf zum Schießkurs nach Maubeuge. Nach recht eintönig verbrachten 4 Ruhetagen hätte ich heute eigentlich wieder nach vorn gemusst. Im letzten Augenblick erhielt ich aber Anweisung, mit Kamerad S. In Maubeuge an einem Kursus zur “Verwertung der Tageseinflüsse beim artilleristischen Schießen” teilzunehmen. Nichts konnte mich froher stimmen als das. Bereits eine halbe Stunde nach Eingang […]

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Pfingstsonntag. Besondere Merkmale: Herrliches Frühlingswetter, an der Front kein Schuss und zu Mittag ein “prächtiges” Festessen – Dörrgemüse! Im Soldatenmund führt dieses “leckere Gericht” den Namen “Drahtverhau!” Man soll niemandem seine Überzeugung rauben; zumal die Geschmäcker ja verschieden sind. Die, die von solchen und ähnlichen kulinarischen Genüssen verschont bleiben, behaupten sogar, wir könnten dabei dick […]

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Sammelstellenleben in Nizy le Comte. Kriegsmüdigkeit bei der Infanterie. Wir sind im alten Trott! Ruhezeiten und Fronttätigkeit laufen in geregelten Bahnen. Gestern gab es in unserer Sammelstelle – jetzt Nizy le Comte – eine gemütliche Feier. Ein Fass Bier wurde in der neu erbauten Batterie-Kantine angeschlagen. Dazu waren als Gäste 8 Musiker des I.R.80 geladen. […]

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Die Franzosen trauen sich nicht mehr weiter. Der Widerspruch im Trichterfeld. Die anfängliche Stille war nur von kurzer Dauer. Seit gestern ist der Nebel verschwunden. Das Wetter hat sich aufgeklärt. Sofort meldet sich auf beiden Seiten die Artillerie zum Wort. Heute ging bei den Franzosen infolge unserer planmäßigen Bekämpfung ein großes Munitionsdepot – und zwar […]

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Bis heute befand ich mich in Ruhe. Das Wetter war prächtig – jeden Tag Frühlingssonnenschein. Als besondere Festlichkeiten verbuche ich: 1 mal Baden und 2 mal Konzert. Bei meiner Rückkehr zur Front finde ich vollkommene Stille vor. Man ist sie in dieser, durch die letzten lebhaften Wochen besonders gekennzeichneten Gegend gar nicht mehr gewöhnt. Trotzdem […]

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Endlich bricht sich der Frühling Bahn. Teilangriffe ohne Zusammenhang. Die viel umworbenen Höhen 91, 100 und 108. Volltreffer im feindlichen Leuchtkugellager. Artilleristische Schauspiele. Endlich bricht sich der Frühling Bahn. Das letzte Gewitter am 6. hat reinigend gewirkt. Seitdem ist es herrlich, besonders bei uns im Walde. Überall sprossen schon die zarten und duftigen Blüten weiß […]

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Die Massenangriffe haben nachgelassen – der Krieg im kleinen geht jedoch weiter. Was wir nicht wünschten, ist eingetroffen. Ein gestern Abend einsetzender und während der ganzen Nacht anhaltender Gewitterregen hat uns bis auf die Haut durchnässt. Die Massenangriffe der Franzosen haben, nachdem die Hauptanstürme zusammengebrochen sind, nachgelassen. Der Krieg im kleinen geht jedoch unentwegt weiter. […]

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6:30 Uhr vormittags Abfahrt nach Leisnig. Ich treffe gegen 9 Uhr vormittags bei Muttern ein. Nun hat alle Sorge wieder ein Ende. Nur schade, dass von den 10 Urlaubstagen allein 6 für die Her- und Rückfahrt geopfert werden müssen. Der nächste Tagebucheintrag folgt am 26.4.

Ein D-Zug nach Deutschland gegen 6 Uhr erlöst mich von den Unbequemlichkeiten weiteren Umsteigens und lädt mich nachmittags 5 Uhr in Hagen in Westfalen ab. Die Weiterfahrt nach Sachsen ist heute zwecklos. Also mache ich einen Abstecher nach Witten. Es handelt sich nur um ein flüchtiges, auf wenige Stunden beschränktes Wiedersehen. Der nächste Tagebucheintrag folgt […]

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