Planet History

Video: Der edle Herr von Boilstädt — Schätze der Vergangenheit in Jerusalem

Der edle Herr von Boilstädt
Im Mittelpunkt dieser 29-minütigen Dokumentation des MDR steht – neben der Geschichte des Germanenstammes der Thüringer – die archäologische Erforschung eines frühmittelalterlichen Kriegergrabes, das 2013 entdeckt und in Blockform mittels Autokran geborgen wurde: Zum Video
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Schätze der Vergangenheit in Jerusalem

In diesem 5-minütigen Beitrag des BR besucht man einige der bedeutendsten archäologischen Ausgrabungsstätten Jerusalems: Zum Video

Gedenktag 1.9.2016

Der Erlaß Adolf Hitlers, der zur Rechtfertigung der NS-„Euthanasie“ diente, wurde im Oktober 1939 verfaßt und auf den Kriegsbeginn 1.9.1939 zurückdatiert. Heute wird an diesem Datum an den Beginn der systematischen Ermordung von Menschen mit psychischen Krankheiten und geistigen Behinderungen erinnert. Wie schon zum Gedenktag 27.1.2016 haben wir eine Landkarte des Gedenkens erstellt, die alle  Continue Reading »

„Schlaglicht auf den Tod“ – internationales Forschungskolloquium in Bamberg

In Zusammenhang mit der Ausstellung „Der letzte Weg – Tod und Bestattung in Mittelalter und Neuzeit“, die im vorhergehenden Post besprochen worden ist, findet an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg vom 28.-30. Oktober 2016 eine internationale Tagung des Lehrstuhls für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit statt, bei der Forscher aus Schweden, Estland, Tschechien, Frankreich, Österreich und Deutschland ihre neuesten Forschungen zu Tod und Bestattung vorstellen werden. Der Flyer dazu ist gerade erschienen:

Billy – eine Rezension

esteinhauer:

Billy-Regale haben mich fast 30 Jahre lang begleitet. Mit dem Anwachsen der Büchersammlung kamen immer mehr von ihnen ins Haus. Erst war eine Wand voll, dann das ganze Zimmer.

Der Kauf eines neuen Billy-Regals war immer aufregend, weil damit die eigene Bibiothek mehr und mehr Gestalt annahm. Faszinierend war es immer, Menschen zu besuchen, die ganze Zimmer voller Billy-Regale und natürlich voller Bücher hatten.

Billy-Regale waren der Golf unter den Bücherregalen: Sehr solide und langlebig.

Die erste Frustration mit Billy habe ich dann 1991 erlebt. Ich wollte mein Studentenzimmer einrichten, aber Billy gab es nicht mehr. Ich habe damals, wie viele andere auch, einen bösen Brief an IKEA geschrieben. Mit Erfolg! Billy kam zurück, war aber geschrumpft: Statt 90 cm, nur noch 80 cm. Für die alten Regale gab es keine Bretter mehr zu kaufen.

Da Bibliotheken über Jahre wachsen, war das wenig verständlich, dass ein so großes Unternehmen wie IKEA nicht in der Lage war, ein derart weit verbreitetes Produkt wie Billy ständig erweiterbar zu halten. Die Beziehung zu Billy hatte einen ersten Knacks.

Dabei blieb es nicht. IKEA war auch bei der Farbgebung wenig verlässlich. Mit Ausnahme der weißen Billy-Regale, die freilich mit einem kleinen Skandal wegen gesundheitsgefährdender Lacke behaftet waren, verschwanden nach und nach alle alten Farbvarianten aus dem Sortiment: Kiefer, Eiche, Schwarz usw. usw. Über das Verschwinden der praktischen halbhohen Regalemaße will ich gar nicht reden …

Man war jedenfalls gut beraten, einen Raum sogleich und vollständig mit Billy zu bestücken.

Derart sozialisiert, habe ich vor vier Jahren gleich 13 Regale für einen neuen Bibliotheksraum gekauft, Weiß natürlich. Ich wollte wegen möglicher Erweiterungen auf der sicheren Seite sein.

Als die Regale geliefert wurden, war ich alles andere als erfreut. Billy hatte sich verändert. Die stabile Verschraubung war verschwunden.

Früher:

Heute:

Auch waren die Regale merkwürdig wackelig, so dass ich sie miteinander verschraubt und in der Wand verankert habe. Das Ergenis war dann befriedigend. Die Regale wurde normal bestückt.

Nach einiger Zeit fingen die Regalböden jedoch an, sich durchzubiegen. 80 cm. gebundene Bücher überschritten wohl schon die Belastungsgrenze.

Hier das Ergebnis von vier Jahren Nutzung:

Der Unterschied zwischen Rand und Mitte ist beeindruckend:

Der Metallstift im Seitenteil ist ausgeleiert und fällt fast heraus:

Das war völlig neu. Das gab es früher nicht; die Metallstifte saßen so fest, dass man sie meist nur mit einer Zange herausnehmen konnte.

Durchgebogene Bretter gibt es übrigens auch bei IVAR nicht, die ich mir für eine doppelreihige Aufstellung in einem Magazinraum angeschafft hatte.

Ich war sauer. Für gutes Geld habe ich Regale bekommen, die für alles Mögliche, aber nicht für Bücher geeignet waren.

Mittlerweile war die schlechte Qualität von Billy auch Thema in den Medien. Neben der billigeren Verschraubung ist die Hauptursache für die mangelnde Stabilität die geringere Dicke der Bretter. Die Begründung von IKEA, dass dadurch die Ökobilanz besser sei, finde ich zynisch.

Bei mir jedenfalls werden die Billy-Regale nach und nach durch IVAR ersetzt.

Nach 30 Jahren gehen Billy und ich getrennte Wege. Kurz erwähnt sei, dass auch IVAR mittlerweile etwas “billiger” produziert wird: Die Seitenauflagen an den Brettern aus Metall wurde durch eine Kunststoffleiste ersetzt. Ich kann nach einem längeren Praxistest aber Entwarnung geben: Das hat keinen Einfluss auf die Stabilität.

Ich gebe zu, dass IVAR nicht gerade wohnlich ist. Wenn man aber etwas Geld in gute Farbe (Vorstrich und Lack) sowie Zeit investiert, dann kann sich das Ergebnis sehen lassen:

Wer mag kann sich natürlich auch eine hochwertige Paschen-Bibliotheken anschaffen. Aber 1.000 € und mehr für einen Bodenmeter Regal bin ich nicht bereit auszugeben. Ich bin 100% contentorientiert: Die Bücher sind die Hauptsache, nicht das Regal.

Fazit: Billy ist KEIN richtiges Bücherregal mehr.

Man kann es für Schuhe oder leichte Taschenbücher verwenden. Allenfalls über die die schmale Variante kann man reden.

Wenn man dem #Elch die Treue halten will, dann sollte man zu IVAR greifen. Eine Lackierung kann hier ein sehr schönes Möbelstück hervorzaubern. Außerdem kann man IVAR-Regale kompakter bestücken. Wer hat in der Biliothek schon Platz zu verschenken?! :)

Vorher mit Billy:

Nachher mit lackiertem IVAR:

LV-Ankündigung: Politischer Mythos und Kultur im Digitalen Spiel

Dieses Wintersemester biete ich gemeinsam mit dem Andreas Obenaus wieder einen Kurs zu Neue Medien in Geschichtswissenschaft und Geschichtsunterricht am Institut für Geschichte der Universität Wien an: „In dieser LV wird den Mythen des Digitalen Spiels nachgespürt. Im Sinne von Roland Barthes Mythenbegriff geht es zum einen darum nachzuweisen, dass jedes (digitale) Spiel auch etwas Politisches und Kulturelles; Essenzen der Gesellschaft, die es hervorgebracht hat – in sich trägt. Zum anderen wird ausgehend von Huizingas Kulturgeschichte des Spiels das Verhältnis des Spiels zur Kultur … LV-Ankündigung: Politischer Mythos und Kultur im Digitalen Spiel weiterlesen

Österreichische Nationalbibliothek erwirbt weitere bedeutende Objekte aus dem Nachlass Bertha Zuckerkandls

Die Österreichische Nationalbibliothek konnte einen weiteren bedeutenden Teilnachlass der jüdischen Intellektuellen und Salonière Bertha Zuckerkandl erwerben. Er wurde erst vor kurzem in Frankreich entdeckt und enthält neben unveröffentlichten Briefen von prominenten Zeitgenossen wie Raoul Aslan, Joseph Roth oder Ödön von … Weiterlesen

Cookie-Layer-Schwachsinn

Schon etwas älter (Anfang 2016), aber gut auf den Punkt gebracht: https://www.datenschutz-guru.de/2016/01/cookie-layer-schwachsinn-und-warum-ich-da-nicht-mitmache/ Könnte man die Cookie-Technologie nicht eigentlich dazu nutzen, dass man diese unendlich nervigen Hinweise auf jeder Website nur je einmal wegklicken muss? Pustekuchen! flickr photo shared by AMagill … Weiterlesen

"Aus dem Gefängniß"

„…ich fühle mich hier nur dem Zufall und der Gewalt gegenüber. Mein Hochverräthe Titel bildet vollends einen komischen Kontrast zu mir selbst… “ (Theodor Althaus)

Theodor Althaus war sechsundzwanzig Jahre alt und verantwortlicher Redakteur der „Zeitung für Norddeutschland“ in Hannover, als er am 14. Mai 1849 vom Schreibtisch weg ins Gefängnis gebracht wurde. Was man ihm vorwarf? Staatsverrat. Den sollte er mit seinem Leitartikel „Der zehnte Mai in Frankfurt“  begangen haben. Doch nicht als Staatsverräter, sondern als „Märtyrer für die Reichsverfassung“ fühlte er sich. Ja, er war er einer der engagiertesten Kämpfer für den deutschen Staat, dessen Verfassung vierhundert Delegierte in der Frankfurter Paulskirche erarbeitet hatten, allesamt vom Volk gewählt. Doch die Umsetzung des Gesetzeswerkes scheiterte an der Selbstherrlichkeit von Monarchen, allen voran des preußischen Königs, der die Reichsverfassung nicht anerkannte. Mit dem Rücktritt des Präsidenten der Nationalversammlung Heinrich von Gagern am 10. Mai 1849 war das erste deutsche Parlament am Ende. Wer konnte es den Kämpfern für ein demokratisches Deutschland verdenken, dass sie aufbegehrten und auf die Straße gingen? Beginnend mit dem Dresdner Maiaufstand kam es in vielen Regionen Deutschlands zu Volkserhebungen, die alle mit Hilfe preußischer Soldaten blutig niedergeschlagen wurden. Das Verbrechen von Theodor Althaus bestand darin, dass er seine Leser dazu aufrief, im Königreich Hannover einen Landesausschuss zur Durchführung der Reichsverfassung zu bilden. Das Volk müsse das Gesetzeswerk notfalls auch mit Waffengewalt verteidigen.

Mit der Verhaftung war die bitter erkämpfte berufliche Laufbahn des jungen Redakteurs beendet. Dabei hatte sein Leben so vielversprechend begonnen. Als ältester Sohn des lippischen Superintendenten am 26. Oktober 1822 in Detmold geboren, herausragend begabt und gefördert hatte er alle Voraussetzungen, um in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Jedoch landete er nach glänzendem Abschluss des Studiums in Bonn, Jena und Berlin wieder im Detmolder Elternhaus. Als kritischer Geist hatte der Kandidat der Theologie keine Chance auf eine Anstellung. Er schrieb längere Abhandlungen und Artikel für freiheitlich orientierte Zeitungen.  Mit Erfolg, seine brillanten Texte wurden gedruckt.

Was war aus der Aufbruchstimmung zu Beginn seines Bonner Studiums geworden, fragte er sich im Sommer 1846 auf seinen Wanderungen am Rhein, wenn  „der Fuß mit jedem Schritt an eine faule Frucht der Geschichte stieß“? Ja, es war etwas faul in Deutschland. Einige Privilegierte besaßen alles im Überfluss und ein Großteil der Bevölkerung litt bittere Not. Althaus träumte von der Abschaffung des Geldes und stellte sich vor, es „in den Rhein zu senken wie den unseligen Nibelungenschatz“. In einem längeren Gedicht schrieb er sich seine Gedanken von einem Leben in Freiheit und Liebe von der Seele. „Eine Rheinfahrt im August“  wurde jedoch gleich nach Erscheinen bei Schünemann in Bremen von der preußischen Zensurbehörde verboten.

Schlagartig änderte sich die vormärzliche Stimmung, als am 24. Februar 1848 mit dem Sturz des Königs Louis Phillippe und der Ausrufung der französischen Republik ein nie geahnter deutscher Frühling bis in die letzten Winkel zog. Wie eine Befreiung erlebten die Menschen diesen Sieg im Nachbarland. Straßen und Plätze wurden schwarzrotgold geschmückt. Monarchische Herrscher konnten dem Druck der vielen Menschen auf der Straße nicht standhalten, ließen die Zügel locker, verkündeten Pressefreiheit und installierten in Windeseile Märzministerien. Plötzlich schien alles möglich. Ein sturmbrausendes Jahr hatte begonnen. Doch spätestens nach der blutigen Barrikadennacht am 18. März 1848 in Berlin, die Theodor Althaus als Korrespondent der Bremer „Weser Zeitung“ erlebte, wurde dem jungen Detmolder klar, dass der Weg zur Demokratie ein steiniger sein würde. Zwei Monate später berichtete er von der ersten Sitzung der Nationalversammlung in der Paulskirche und davon, wie ganz Frankfurt den neuen Präsidenten Heinrich von Gagern mit einem Fackelzug feierte. Es gebe zwar auch kritische Stimmen, schrieb er in seinem Artikel, doch glaube er, dass man schöne Zeiten erleben werde, Gagern sei ein „Mann des Volks“.

Die schönen Zeiten kamen nicht. Mit Erstarken der Reaktion geriet die demokratische Bewegung ins Stocken. Im Strudel der auf und abwogenden Entwicklungen wurde der junge Stürmer aus Detmold mitgerissen und geriet im Laufe des Jahres 1848 in ein berufliches Dilemma. Seine Leitartikel zum „Waffenstillstand von Malmö“ und zum Mord an Auerswalt und Lichnowski während des Frankfurter Septemberaufstandes führten zum Zusammenbruch seiner Zeitung in Bremen. Mit der Gründung der „Zeitung für Norddeutschland“ in Hannover bekam er noch eine Chance, bemerkte aber nicht, wie er immer weiter in die Mühlen seiner reaktionären Gegenspieler hineingeriet, die dann auch bei nächster Gelegenheit zuschlugen

Etwas mehr als ein Jahr nach dem strahlenden deutschen Frühling im März 1848, fast zeitgleich mit dem Rücktritt Heinrich von Gagerns und dem Scheitern der Nationalversammlung, wurde er festgenommen und war zunächst im „Gefängniß vor dem Cleverthor“ in Hannover inhaftiert, dann im Stadtgefängnis und schließlich im Staatsgefängnis St. Godehard in Hildesheim. Dort schrieb er im Winter 1850 seine Gedanken und Erinnerungen auf. So sind die Visionen von Theodor Althaus für die Nachwelt erhalten und lesen sich heute erstaunlich frisch, wenn er von Deutschland als weltgrößtem „literarischen Museum“ schreibt, von europäischem Geist sowie von freien Gemeinden anstatt feindlicher Religionsgemeinschaften. „Aus dem Gefängniß. Deutsche Erinnerungen und Ideale“ erschien beim Verlag von A. D. Geisler in Bremen.


… und zum Download: Aus dem Gefängniß

Interview mit Greil Marcus auf 3Sat

Sonntags früh (4.9.2016, 9:15-10:15) gibts auf 3Sat ein Interview mit Greil Marcus:

Greil Marcus: Der Klassiker des Undergrounds
(aus der SRF-Gesprächsreihe „Sternstunde Philosophie“)

Greil Marcus ist einer der bedeutendsten US-amerikanischen Kulturtheoretiker. Seit den turbulenten Sixties erforscht er den Einfluss von Rock, Pop und Punk auf die Gesellschaft.

Sein legendäres Buch „Lipstick Traces. A Secret Story of the Twentieth Century“, das vor einem Vierteljahrhundert erschien, besitzt Kult-Status.
Im Gespräch mit Juri Steiner erzählt er von der Geschichte des Undergrounds, die bis heute fortwirkt.

Greil Marcus zieht überraschende historische Verbindungslinien, verknüpft Fakten und Wahrnehmungen zu einer anderen Geschichte der Kultur.

Viele haben erst durch Greil Marcus Wind bekommen von Dada, den Situationisten und von der tieferen Bedeutung des Punk. Er selbst hat an der University of California studiert, als es zum Free Speech Movement und den Protesten gegen den Vietnamkrieg kam. Und noch heute misst der Siebzigjährige einen Song – ob von Bob Dylan, den Sex Pistols oder Beyoncé – daran, ob er uns dazu anstößt, das eigene Leben zu ändern.

Die Entwicklungspolitik des „Scheel-Ministeriums“

Interview mit Bettina Fettich-Biernath über Walter Scheel in seinem ersten Ministeramt

Die Gründung eines Ministeriums für Entwicklungspolitik hatte in seiner Entstehungsgeschichte weniger mit der Unterstützung von hilfsbedürftigen Ländern zu tun als mit dem Schmieden einer Regierungskoalition. Der jüngst verstorbene Walter Scheel von der FDP musste unter Bundeskanzler Konrad Adenauer von der Union mit einem Minsterposten versorgt werden. Wie aus dieser Logik ein neues Ressort entstehen konnte, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), und welchen Stempel ihm Walter Scheel als sein erster Chef aufgedrückt hat, dazu haben wir der Historikerin Bettina Fettich-Biernath von der Universität Erlangen-Nürnberg unsere Fragen gestellt. Sie hat im Rahmen ihres Dissertationsprojekt die Geschichte der zivilen und militärischen Entwicklungshilfe der Bundesrepublik an Afrika von 1956 bis 1974 untersucht.

Geheimtüren in Bücherschränken

In sehr vielen Klosterbibliotheken gibt es kaschierte Räume hinter vorgetäuschten Bücherwänden. Dahinter können sich weitere Fächer, aber auch Türen zu unsichtbaren Räumen und Stiegen befinden. Die zwei Bilder rechts zeigen einen geheimen „Türhebel“ (man drückt auf den Buchrücken und die Tür eröffnet sich). Die leicht geöffnete Tür wird im unteren Bild sichtbar.

Was verbarg sich dahinter? Sehr oft eine Stiege zur Empore, auf die nur der Bibliothekar steigen konnte bzw sollte. In manchen Klöstern hat man (so die mündliche Überlieferung) die geheimen Schränke als literarische Giftschränke verwendet: Dort verstaute man die von der Glaubenskongregation verbotenen Bücher.

Geheime Fächer sind eine beliebte Spielerei im Barock, aber sie sind nie ganz außer Mode gekommen. Die unteren Bilder zeigen Geheimtüren aus Privatbibliotheken in Wohnhäusern der Gegenwart. Derlei findet man selten in modernen öffentlichen Bibliotheken – sie sind scheinbar nüchterner geworden.

Randnotiz(en)

Peter Haber hat beim Start meines Blogs vollmundig angekündigt, dass ich aktuelle Informationen und Fragen zur Historischen Quellenkritik im Digitalen Zeitalter posten und diskutieren werde. Seinen Enthusiasmus habe ich zu Beginn geteilt, musste aber schnell feststellen, dass die Umsetzung viele Gefahren birgt. Mir, als keiner Forschungsgruppe angehörender Doktorand, bereitete vor allem Kopfzerbrechen, was ich überhaupt veröffentlichen darf, um nicht die Anerkennung meiner Dissertation zu gefährden. Blogs werden leider noch immer nur von einer kleinen Gruppe von Forschenden als Teil der wissenschaftlichen Kommunikationskultur anerkannt. Zusätzlich … Randnotiz(en) weiterlesen

Hörbares: Lebensweisheit aus der Wüste — Verschollene P*rnos — Archäologen mit Messie-Syndrom — Der Althing — Die Winchester — usw.



Lebensweisheit aus der Wüste – Lernen von den Mönchsvätern | Spieldauer 19 Minuten | BR | Direkter Download, Stream & Info

Die verschollenen Pornos des Vatikan | Spieldauer 10 Minuten | Das geheime Kabinett | Stream & Info, Direkter Download

Der Althing in Island – Zwischen Urzeit und Zukunft | Spieldauer 19 Minuten | BR | Stream & Info, Direkter Download

Die Winchester – Ein Gewehr erobert den (amerikanischen) Westen | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & InfoDirekter Download

(Tipp) Der Schutt muss weg: Im Zeitenspringer-Blog wurde kürzlich auf ein Audio-Interview des ’nonkonformen‘ Archäologen Raimund Karl hingewiesen. Er fordert seine Berufskollegen und Museen quasi dazu auf, endlich ihre Magazine zu leeren, anstatt weiter im Messie-Syndrom zu verharren: Klick mich

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(Off-Topic) Das blaue Wunder – Flachs, der Rohstoff für Leinen | Spieldauer 19 Minuten | BR | Stream & Info, Direkter Download

(Off-Topic) Karl Baedeker – Welche Lust gewährt das Reisen | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info, Direkter Download

Hörbares: Lebensweisheit aus der Wüste — Verschollene P*rnos — Archäologen mit Messie-Syndrom — Der Althing — Die Winchester — usw.



Lebensweisheit aus der Wüste – Lernen von den Mönchsvätern | Spieldauer 19 Minuten | BR | Direkter Download, Stream & Info

Die verschollenen Pornos des Vatikan | Spieldauer 10 Minuten | Das geheime Kabinett | Stream & Info, Direkter Download

Der Althing in Island – Zwischen Urzeit und Zukunft | Spieldauer 19 Minuten | BR | Stream & Info, Direkter Download

Die Winchester – Ein Gewehr erobert den (amerikanischen) Westen | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & InfoDirekter Download

(Tipp) Der Schutt muss weg: Im Zeitenspringer-Blog wurde kürzlich auf ein Audio-Interview des ’nonkonformen‘ Archäologen Raimund Karl hingewiesen. Er fordert seine Berufskollegen und Museen quasi dazu auf, endlich ihre Magazine zu leeren, anstatt weiter im Messie-Syndrom zu verharren: Klick mich

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(Off-Topic) Das blaue Wunder – Flachs, der Rohstoff für Leinen | Spieldauer 19 Minuten | BR | Stream & Info, Direkter Download

(Off-Topic) Karl Baedeker – Welche Lust gewährt das Reisen | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info, Direkter Download

Heiß, heißer, Museumsuferfest

  Am 27. und 28.8. war ich als Gast von Reges-Francorum im Archäologischen Museum Frankfurt und durfte dort mit Anderen den fränkisch karolingischen Erklärbar geben. Zwar habe ich Ähnliches bereits früher gemacht, jedoch wurde mir bisher nie die Ehre zu Teil dies im Verbund einer Truppe , geschweige denn im Archäologischen Museum Frankfurt zu tun. … Heiß, heißer, Museumsuferfest weiterlesen