Planet History

Pappenheimer

Gab es eigentlich ein ausgebildetes Bewußtsein bei den Söldnern des Dreißigjährigen Kriegs für ihre Zugehörigkeit zu einem Regiment? Es geht bei dieser Frage gar nicht um die Traditionspflege, wie sie beispielsweise im preußischen Militär gepflegt wurde, als man die Ursprünge … Weiterlesen

[paper] Dorit Malz (Florence): Jupiter and Neptune as Emperor Charles V and Andrea I Doria. Changing allusions at the Genovese court

The iconographic repertoire of Emperor Charles V, who was traveling restlessly through Europe until his abdication, extends from tapestries and medals to countless ephemeral apparati using different personalities from mythology, history, and biblical history, like Hercules, Neptune, Alexander the Great, Furius Camillus, Augustus and so on. Thereby the commissioner glorified himself or as one of these prototypes or as an accompanying person. It was consequently adopted by  Italian rulers…

20.2.1917

Am Samstag war das Beichthören anfangs nicht viel versprechend, da von den zwei ersten Komp. jeweils nur ein Dutzend anrückten. Die Leute waren erst am Morgen aus der Stellung gekommen. In Zukunft werde ich wohl nicht mehr am ersten Ruhetag Beicht ansetzen. Ottinger kam eine halbe Stunde zu spät und ging um 5.45 wieder weg, so daß mir wieder der Löwenanteil blieb. Um halb 8 Uhr war ich fertig. Sonntag früh gab es nach dem Gottesdienst noch etwa 35. Die Kirche war dicht besetzt … 20.2.1917 weiterlesen

Themenführungen zum Zweiten Weltkrieg in Oberhausen

In den kommenden Tagen veranstaltet die Oberhausener Gedenkhalle und das Bunkermuseum zwei Führungen: Am 22. Februar 2017 um 17:00 Uhr gibt es die Möglichkeit, die Ausstellung „Oberhausen im Nationalsozialismus 1933 – 1945“ zu besichtigen und zu erfahren, „Was die Zerstörung demokratischer und rechtsstaatlicher Verhältnisse sowie die systematische Ausgrenzung und Behauptung …

Video: Goldschatz von Bernstorf – Zweifel an Echtheit bleiben

Goldschatz von Bernstorf – Zweifel an Echtheit bleiben | Spieldauer 8 Minuten | ARD/BR | Stream & Info 
Das Kasperltheater um den bronzezeitlichen Fund geht offensichtlich lustig weiter. Naturwissenschaft vs. Geisteswissenschaft – mehr oder weniger.
Sehr verdächtig will mir jedenfalls der Umstand erscheinen, dass das kritische Gutachten einer Expertin in einer aktuellen Publikation zum Schatz ausgespart wurde.
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Kritische Selbstverhältnisse

Interview mit Peter Trawny über deutsche Identität(en)

Die Frage nach dem, was deutsch ist, was deutsche Identität ausmacht, scheint wieder wichtig zu sein. Ein Indiz für ein neues Bedürfnis nach Festschreibung der eigenen bzw. der deutschen Identität ist möglicherweise die Betonung des Nationalkollektivs in zahlreichen Wir- und Unsere-Narrativen: „Du bist Deutschland“, „Wir sind Papst“, „Unsere Besten“ oder auch die Debatte um eine deutsche Leitkultur. Der Philosoph Prof. Dr. Peter Trawny von der Bergischen Universität Wuppertal hat sich der Frage „Was ist deutsch?“ in einem gleichnamigen Essayband angenommen. Wir haben ihn im Rahmen unserer Videoreihe Zu Gast bei L.I.S.A. ins Haus der Gerda Henkel Stiftung eingeladen und mit ihm nach möglichen Antworten gesucht.

Kritische Selbstverhältnisse

Interview mit Peter Trawny über deutsche Identität(en)

Die Frage nach dem, was deutsch ist, was deutsche Identität ausmacht, scheint wieder wichtig zu sein. Ein Indiz für ein neues Bedürfnis nach Festschreibung der eigenen bzw. der deutschen Identität ist möglicherweise die Betonung des Nationalkollektivs in zahlreichen Wir- und Unsere-Narrativen: „Du bist Deutschland“, „Wir sind Papst“, „Unsere Besten“ oder auch die Debatte um eine deutsche Leitkultur. Der Philosoph Prof. Dr. Peter Trawny von der Bergischen Universität Wuppertal hat sich der Frage „Was ist deutsch?“ in einem gleichnamigen Essayband angenommen. Wir haben ihn im Rahmen unserer Videoreihe Zu Gast bei L.I.S.A. ins Haus der Gerda Henkel Stiftung eingeladen und mit ihm nach möglichen Antworten gesucht.

Bestandsverzeichnisse des österreichischen Parlaments 1861-1918 online

Über die Homepage der Parlamentsbibliothek ist die Recherche in insgesamt 25.000 Datensätzen des Parlamentarchivs, namentlich den Bestandsverzeichnissen von Abgeordnetenhaus und Herrenhaus für den Zeitraum 1861-1918 möglich. Wer sich zB über einen Bibliothekar namens Karl Renner kundig machen will, wird darin fündig werden:

https://www.parlament.gv.at/SERV/ANG/ARCHIV/index.shtml

[via @PeterPlener]

[Edit nach Hinweis von https://archivalia.hypotheses.org/63233]

Archivbestand des österreichischen Parlaments 1861-1918 online

Über die Homepage der Parlamentsbibliothek ist die Recherche in insgesamt 25.000 Datensätzen des Parlamentarchivs, namentlich den Beständen von Abgeordnetenhaus und Herrenhaus für den Zeitraum 1861-1918 möglich. Wer sich zB über einen Bibliothekar namens Karl Renner kundig machen will, wird darin fündig werden:

https://www.parlament.gv.at/SERV/ANG/ARCHIV/index.shtml

[via @PeterPlener]

Fundstücke KW 7-8

[Dank eines wirklich fiesen Virusinfekts heute die extradicke Zwei-Wochen-Ausgabe …] Das Schweizer Fernsehen sucht für eine Art historische Doku-Soap namens „Leben wie vor 500 Jahren“ Bauern und Pilger, die einige Zeit unter Beobachtung auf einer Burg leben wollen. Das Max … Weiterlesen

CFP: La Ruta de la Seda. A través de los Imperios

Die Forschergruppe “Barbaricvm” des Departamento de Historia Antigua der Universidad Complutense de Madrid organisiert in Zusammenarbeit u.a. mit dem Departamento de Historia Antigua der Universidad Nacional de Educación a Distancia (UNED), der Forschergruppe “Ciudades Romanas” und dem Centro de Próximo Oriente der Universidad Complutense de Madrid ein internationales Kolloquium mit dem Ziel, “el papel que ha tenido … „CFP: La Ruta de la Seda. A través de los Imperios“ weiterlesen

Tagungsbericht: Rechtspopulismus als Bewegung? (25.11.2016) | Blogreihe Populismus #6

Rechtspopulismus als Bewegung? Wissenschaftliche Perspektiven in der Diskussion, Jahrestagung des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung, 25. November 2016 in Berlin − von Daniel Staemmler Populismus als dünne Ideologie Aus dem Elfenbeinturm in die ehemalige Werk-Kantine: Das Institut für Protest- und Bewegungsforschung (IPB) hatte am 25. November 2016…

[paper] Julie Marquer (Lyon): Les salles d’apparat de l’Alcazar du roi Pierre Ier à Séville (XIVe siècle)

L’Alcazar de Pierre Ier de Castille construit à Séville entre 1356 et 1366 constitue un bon exemple du rôle que peut jouer l’architecture dans le renforcement du pouvoir royal. L’historien de l’art Juan Carlos Ruiz Souza et l’architecte Antonio Almagro, ont montré que les palais de ce roi sont au coeur de son projet politique qui consiste à renforcer et centraliser le pouvoir royal. Dans la lignée de ces…

Verlage täuschen ihre Autoren

Verlage versuchen ihre Autoren gegen die Neuregelungen im Urheberrechtsgesetz zu mobilisieren, die Wissenschaft und Lehre den angemessenen Zugang zu Fachliteratur ermöglichen sollen:
Die „Allianz der Wissenschaftsorganisationen“ –  ein Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland, nämlich der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Leibniz-Gemeinschaft (LG), der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und des Wissenschaftsrats (WR) – hat den jüngst vorgelegten Referentenentwurf zu einem Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz ausdrücklich begrüßt, da dieses „einen angemessenen Interessenausgleich zwischen Urhebern und Wissenschaft“ ermögliche, indem es eine“ lückenlose Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Gedächtnisinstitution“ und „eine stichprobenbasierte Pauschalvergütung für die Nutzung“ vorsehe. Auf die bürokratisch aufwändige Einzeldokumentation jeder Nutzung, wie sie zuletzt eingeführt werden sollte, soll also verzichtet werden.
 
Verlage machen nun dagegen Stimmung und sprechen u.a. von einer Enteignung von Urhebern, was letztlich aber Unsinn ist, da eine Vergütung ja durchaus vorgesehen ist.  Mit der irreführenden Initiative „Publikationsfreiheit für eine starke Bildungsrepublik“ werden die Rechte der Autoren wie auch Freiheit und Bildung unserer Gesellschaft für die Verlagsinteressen gekapert, indem Unterschriften gesammelt werden, die den Gesetzentwurf als Bedrohung der Freiheit des Publizierens und als gegen die Autoren gerichtet ablehnen. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade Wissenschaftsautoren, die in der regel nicht einen Cent von den Verlagsgewinnen sehen, haben großes Interesse an der Verbreitung ihrer Werke in der Wissenschaftscommunity, die durch das neue Gesetz eher gestärkt würde.
 
Ich habe außerdem auch einen Brief eines Verlags erhalten, der einen Verzicht auf die Nachzahlungsansprüche aus der VG-Wort verlangt. Sie bestehen, weil die VG-Wort lange Jahre unberechtigt die Verlage an den Ausschüttungen zu 50% beteiligt hat. Die Verlage wollen so berechtugte Rückzahlungsforderungen umgehen. Dabei geht es für den Einzelnen z.T. um Tausende von Euro, die man einfach so mit seiner Unterschrift aufgeben soll.  Wisssenschaftsautoren, die ja sehr oft überhaupt keine Zahlungen aus ihren Publikationen sehen und auch nicht besonders gut verdienen, haben Anspruch auf Urheberrechtsvergütungen, die über die VG-Wort ausgeschüttet werden. Die vertritt aber weniger die Interessen ihrer Autoren, als vielmehr die der Verlage.
 
Am besten nichts von dem unterschreiben… 

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