Planet History

Anulus nuptialis

Die FSU hat ein lateinisches Manuskript mit einem monastischen Text (#histmonast) von ca. 1450 ins Netz gestellt.
https://fsuspecialcollections.wordpress.com/2017/10/17/anulus-nuptialis/
http://purl.flvc.org/fsu/fd/FSU_BT769A56
Zu Eheringen in Archiva…

Sogenannte elektronische Bun­desamtsakte entspricht keiner ordnungsgemäßen Verwaltungsfüh­rung

So das VG Wiesbaden zur Aktenführung in Asylsachen: http://www.jurpc.de/jurpc/show?id=20170146 „Das Fehlen einfachgesetzlicher Möglichkeiten des Gerichts, die Verwaltung z.B. durch vollstreckbare Anordnungen zur Aktenvorlage zu zwingen, geht von der Überlegung des Gesetzgebers aus, dass die Verwaltung sich rechtmäßig verhält. Andernfalls wäre … Weiterlesen

Dietmar Dath/Thomas Weber: Sprech-, Sing- und Musikdrama zu den russischen Revolutionen…

Klingt ja sehr spannend: „Nie mehr warten“, ein von Dietmar Dath und Thomas Weber für den SWR produziertes Sprech-, Sing- und Musikdrama über die beiden russischen Revolutionen von 1917 steht zum Download bereit.

Die Beschreibung:

A, B und C – eine Stimme für den Umsturz, eine dagegen und eine, die sich nicht entscheiden will: Das Stück bildet den Moment ab, in dem Lenin aus dem Exil zurückkehrt und deutlich macht, dass die Revolution, die das Regime des Zaren gestürzt hat, ihm nicht genügt. Der Umsturz, der nach seinem alten russischen Kalenderzeitraum „Februarrevolution“ heißt, war für ihn nur das Vorspiel einer Umwälzung hin zum Sozialismus. Das Szenario ist ein dreiseitiger Konflikt: Ja, nein, vielleicht.

Alle drei Standpunkte, die während des Dramas in Bewegung geraten, sind in einer Krise und wissen das: Stimme A will nie mehr warten, bis die Gelegenheit zum Versuch da ist, eine völlig neue Gesellschaftsgeschichte zu beginnen, Stimme B will nie mehr warten, bis endlich das friedliche und gesetzmäßige, ruhige und freie Leben beginnt, also die Zeit von Krieg und Aufstand vorbei ist, und Stimme C will nie mehr auf den Moment warten, an dem sich zeigt, welche der beiden anderen Haltungen die unbezweifelbar richtige ist.

Alle drei erleben die historische Situation »zwischen Februar und Oktober« 1917 als eine ungeheure Anstrengung, in der zwar alles auf eine Entscheidung hindrängt, die aber eben noch nicht gefallen ist. So wird die Gegenwart ständig von Rückblicken und Visionen heimgesucht.

Eine besondere, geheimnisvolle Rolle spielen Briefe Lenins an seine Geliebte Inessa Armand, deren verborgener zweiter Text zwischen den Zeilen sich im Drama »Nie mehr warten« als eine Art Song herausstellt.

orf: MAK zeigt wieder hundert beste Plakate

Frische Farbe, düsteres Schwarz-Weiß oder Werbung für eine Getränkemarke: Auch heuer zeigt das Museum für angewandte Kunst (MAK) wieder die „100 besten Plakate“ des Jahres 2016 aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. … Siehe http://wien.orf.at/news/stories/2872654/ Zur Ausstellung; http://www.mak.at/100beste_plakate_16

„Immer ein verfolgter Nazi?“: Die Wege des nationalsozialistischen Beamten Erwin Otto Schmidt in drei Kapiteln

Der Verfasser dieser Zeilen hat, wie seine Kolleginnen und Kollegen an den anderen Projektstandorten vermutlich auch, bei den Archivrecherchen manche Beamtenbiographie eher geschäftsmäßig zur Kenntnis genommen, weil sich die Karriereverläufe doch häufig ähneln und das überlieferte amtliche Aktenmaterial nur selten einmal nähere Anschauungen von Persönlichkeitsprofilen erlaubt. Umso einprägsamer sind die Ausnahmefälle, in denen die Beamten

Wibke Bruns übergibt Museum Halberstadt ihr Familienarchiv

Laut Magdeburger Volksstimme vom 16.10.2017 hat die ehemalige ZDF-Nachrichtenmoderatorin und Journalistin Wibke Bruns am Wochenende Teile des Privatarchivs der ehemaligen Halberstädter Unternehmerfamilie Klamroth an das Museum in Halberstadt übergeben. Wibke Bruns, 1938 in Halberstadt geboren, ist die Tochter des nach dem Hitlerattentat am 20. Juli 1944 ermordeten Widerstandskämpfers Hans Georg Klamroth. Erläuterung: Zum Stadtmuseum Halberstadt … Wibke Bruns übergibt Museum Halberstadt ihr Familienarchiv weiterlesen

Erzgebirgssparkasse öffnet sparkassenhistorische Ausstellung zur Museumsnacht des Städtebundes Silberberg

Am 02.10.2017 fand die Museumsnacht des Städtebundes Silberberg statt. Die Städte Aue, Bad Schlema, Lauter-Bernsbach, Lößnitz, Schneeberg und Schwarzenberg öffneten an diesem Tag bzw. in dieser Nacht ihre rund 30 Museen von jeweils 18:00 bis 24:00 Uhr für interessierte Besucher kostenlos. Bereits zum dritten Mal war auch die Erzgebirgssparkasse mit ihrer sparkassenhistorischen Ausstellung in der […]

Ausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“

  Die Dauerausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“ im Fort Konstantin geht in die Winterpause und ist letztmalig am Sonntag, 22. Oktober 2017, von 11.00 bis 17.00 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung, die auch als außerschulischer Lernort gedacht ist, befindet sich in den vier Kasematten des nördlichen Erdgeschoss-Flügels von Fort Konstantin (ein […]

„Symbolische Entschädigungen für individuelle Ansprüche“

Interview mit Constantin Goschler zu den Reparationsforderungen Griechenlands

Im Zuge der Schuldenkrise in Griechenland und der daran anschließenden Debatte um die Rückzahlung der Kredite tauchte in den vergangenen Jahren immer wieder die Reparationsfrage auf. Die griechische Regierung versuchte beide Komplexe – aktuelle Schuldenlast und Reparationen aus dem Zweiten Weltkrieg – miteinander zu verknüpfen. Der staatliche griechische Rechnungshof hatte im Jahr 2015 die Höhe der deutschen Reparationsschuld für die Besetzung des Landes von 1941 bis 1944 und für die in der Zeit begangenen Kriegsverbrechen auf rund 280 Milliarden Euro taxiert. Die Bundesregierung erklärte daraufhin, dass die Reparationsfrage politisch und juristisch abgeschlossen sei. Ein Ende dieser Debatte scheint angesichts dieser verhärteten Positionen nicht in Sicht. Auf dem vergangenen Körber History Forum im Juni in Berlin hat der Historiker Prof. Dr. Constantin Goschler von der Ruhr-Universität Bochum diesen Konflikt zum Anlass für einen Kurzvortrag genommen, in dem er die Frage nach der historischen Schuld Deutschlands gegenüber Griechenland neu beleuchtet. Wir haben ihm dazu unsere Fragen gestellt. Im Anhang zu diesem Interview folgt das Manuskript des Vortrags, das wir mit der freundlichen Genehmigung Professor Goschlers an dieser Stelle veröffentlichen dürfen.

Aleida und Jan Assmann mit Balzan Preis geehrt

Jan Assmann, der Träger des Preises des Historischen Kollegs 1998, erhält gemeinsam mit seiner Frau Aleida Assmann den diesjährigen Balzan Preis. Die mit 750.000 Schweizer Franken (rund 660.000 Euro) dotierte Auszeichnung wird dem Ehepaar für die gemeinsame, interdisziplinäre Erarbeitung des Konzepts „kulturelles Gedächtnis“ verliehen. Professor Dr. Aleida Assmann war bis zu ihrer Emeritierung Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Ihr Mann, Professor Dr. Jan Assmann, ist Honorarprofessor der Universität Konstanz und Professor emeritus am Institut für Ägyptologie der Universität Heidelberg. Für seine Forschungen bekam er 1998 den Preis des Historischen Kollegs verliehen, der als deutscher Historikerpreis gilt. Mit dem renommierten Balzan Preis werden seit 1961 jedes Jahr Persönlichkeiten vorwiegend aus den Geistes- und Naturwissenschaften ausgezeichnet. Im Jahr 1993 erhielt der Neuzeithistoriker und langjährige Kuratoriumsvorsitzende des Historischen Kollegs, Professor Dr. Lothar Gall, den internationalen Preis, drei Jahre später wurde dem Mediävist und Historikerpreisträger von 1986, Professor Dr. Arno Borst, die Auszeichnung zuerkannt. Die diesjährige Preisverleihung findet am 17. November in Bern statt.

Die Enigma nach der Enigma

In einem Wald im Münchner Umland entdeckten zwei Metallsucher im Frühling eine vergrabene Chiffriermaschine. Es handelte sich um das mechanische Schlüsselgerät 41. Die Firma Wanderer fertigte ab 1944 rund 1.500 Stück davon. Gegen unbefugtes Brechen der Verschlüsselung bot das SG 41 eine größere Sicherheit als die Enigma. Das HNF besitzt zwei Exemplare des SG 41….

Die Enigma nach der Enigma

In einem Wald im Münchner Umland entdeckten zwei Metallsucher im Frühling eine vergrabene Chiffriermaschine. Es handelte sich um das mechanische Schlüsselgerät 41. Die Firma Wanderer fertigte ab 1944 rund 1.500 Stück davon. Gegen unbefugtes Brechen der Verschlüsselung bot das SG 41 eine größere Sicherheit als die Enigma. Das HNF besitzt zwei Exemplare des SG 41….

Ernst Bronisch-Holtze (1890–1944)

Ernst Bronisch-Holtze [1890–1944] : Der Akademiker zwischen Christentum und Deutscher Glaubensbewegung : ein Wort zur Auseinandersetzung zwischen dem christlichen Glauben und der Deutschen Glaubensbewegung, wie sie insbesondere durch J. W. Hauer vertreten wird, Gütersloh 1934. → ULB Münster «BRONISCH-HOLTZE, ERNST: war Anfang der 1930er Jahre Studentenpfarrer in Berlin und bemühte sich um eine Zusammenarbeit evangelischer Studenten … Ernst Bronisch-Holtze (1890–1944) weiterlesen

Hörbares: Die kleine Eiszeit — Deutsches Kulturgutschutzgesetz — Tollensetal-Schlacht — Anfänge und Geschichte der Kriminaltechnik — Der Rattenfänger von Hameln

Die kleine Eiszeit – eine Kälteperiode und ihre Folgen | Spieldauer 20 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download
Deutsches Kulturgutschutzgesetz – Was hat es gebracht? | Spieldauer 30 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download
Tollensetal-Schlacht und die Ausstellung „Blutiges Gold“ | Spieldauer 8 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

Anfänge und Geschichte der Kriminaltechnik – Verbrecher hinterlassen Spuren  | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

Der Rattenfänger von Hameln – was geschah wirklich? | Spieldauer 23 Minuten | BR | Direkter Download
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19. Oktober 1847 Monarchenhügel in Leipzig

Einweihung des Denkmals auf dem Monarchenhügel am 18. {19.!} Oktober 1847
(aus: Illustrirte Zeitung 30. Oktober 1847)
Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)

Eine weitere Verbindung {zu Arnold Ruge, Robert Blum, Julius Fröbel z.B.} knüpfte er {Theodor Althaus} zu dem drei Jahre älteren Historiker Heinrich Wuttke, der an der Leipziger Universität Vorlesungen hielt. Am 19. Oktober 1847 wanderte er früh am Morgen zusammen mit ihm in südöstlicher Richtung aus der Stadt hinaus über Feldwege, vorbei an Gebüsch, durch stille Dörfer, dann durch eine lange Pappelallee hinauf zur höchsten Erhebung dieser Gegend. Auf diesem Hügel hatten vierunddreißig Jahre zuvor die verbündeten Monarchen Kaiser Franz I. von Österreich, Kaiser Alexander I. von Russland und König Wilhelm III. von Preußen gestanden, die Kampfhandlungen der Völkerschlacht verfolgt und am Abend des 19. Oktober 1813 die Nachricht vom Rückzug der Truppen Napoleons entgegen genommen. Zur Erinnerung an diesen wichtigen Sieg hatte man auf dem Monarchenhügel ein pyramidenförmiges Denkmal aus Sandstein errichtet, das an jenem Tage eingeweiht wurde.

Über das Ereignis verfasste Theodor Althaus einen Artikel für die Bremer Weser-Zeitung, in dem er die Organisation und vor allem die Rede von Superintendent Großmann heftig kritisierte. Die Feier sei nicht dazu angetan gewesen, die tausend Anwesenden anzusprechen und auf das Wichtigste zu lenken, nämlich dass es ein Sieg der Kämpfer auf dem Schlachtfeld war und nicht das Verdienst von drei Monarchen im Glauben an Gott, wie der Redner weismachen wollte. Mit Wuttke war Althaus einig, dass eine Rede von Robert Blum die richtigen Akzente gesetzt hätte. Ja, es hätte sogar schon seine Anwesenheit gereicht. Eine Feier für das Volk sei diese Einweihungsfeier nicht gewesen. Sein Fazit: Aber wenn an einem solchen Siegestage des Volks, das Volk nur wie das Publikum zum allerhöchsten Fest, nur wie Staffage um den Thron, den es doch allein wieder aufgerichtet hat, erscheint: dann wird es doch selbst im Herbste zu dumpf und schwül in der deutschen Luft. Fort, fort von hier!

Als der Artikel Das Denkmal auf dem Monarchenhügel in Leipzig am 24. Oktober 1847 im Sonntagsblatt zur Weser-Zeitung erschien, war Theodor die Aufmerksamkeit in der Stadt Leipzig gewiss. Die Empörung bei den Verantwortlichen war so groß, dass er schon fürchten musste, ausgewiesen zu werden. Seine Freunde im Museum und Café dagegen beglückwünschten ihn zu diesem klaren politischen Statement. Ignaz Kuranda war so begeistert, dass er auf ihn zukam mit der Bitte, unbedingt für die Grenzboten zu schreiben.



Leseprobe aus:

Theodor Althaus – Revolutionär in Deutschland 

Was kannst Du über die Shoah sagen?

Filmprojekt für Schüler/innen gestartet: „Was kannst Du über die Schoah sagen?“ Der Jüdische Nationalfonds – Keren Kayemeth LeIsrael e.V. lädt Schüler/innen ab Klasse 9 ein, sich in Kleingruppen mit der Fragen auseinanderzusetzen, was sie aus ihrer Perspektive über die Schoah bereits erzählen können und was darüber hinaus erzählt werden muss und warum. Das Filmprojekt soll Jugendliche dabei unterstützen, sich zu dem Thema zu positionieren. Eine Registrierung ist bis zum 31.01.2018 auf der Webseite https://ueberdieschoah.de/ möglich. Hier sind auch weiterführende Informationen zu finden. https://ueberdieschoah.de/wp-content/uploads/2017/09/Flyer_UeberDieSchoah.pdf

Zur Lage des Geschichtsunterrichts

„Der Geschichtsunterricht ist besser als sein Ruf“ Interview mit Sven Tetzlaff über den Geschichtsunterricht an Schulen in Deutschland „Der Geschichtsunterricht ist besser als sein Ruf“ „Erfahrungen und Wünsche von Schülern in die Debatte einbeziehen“ „Geschichtsunterricht wird in seiner öffentlichen Bedeutung hoch eingeschätzt“ „Hier können wir nicht einfach mit Achselzucken reagieren“ „In der Schule ist der Geschichtsunterricht in die Defensive geraten“ „Die Geschichtsdidaktik kann hier wichtige Impulse geben“ Vor knapp zwei Wochen schlug Spiegel-Online in einem Artikel Alarm: „Vier von zehn Schülern wissen nicht, wofür Auschwitz steht“, […]

Neuer VÖA-Vorstand

Bei der diesjährigen Generalversammlung des Verbands Österreichischer Archivarinnen und Archivare (VÖA) fand auch die Neuwahl des Vorstands statt. Neue Präsidentin des Verbands ist Karin Sperl vom Burgenländschen Landesarchiv. Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier wurde wie bereits in der zu Ende gegangenen Periode erneut in den Vorstand gewählt und bekleidet dort nun zudem das Amt des stellvertretenden Kassiers.

Der internationale französische Veranstaltungskalender “Calenda” im Überblick Oktober 2017

Willkommen zum Überblick über die internationale französische Forschungsdatenbank „Calenda“! Seit Juli 2013 erscheint hier im monatlichen Rhythmus ein deutschsprachiger Überblick über die Beiträge auf Calenda zur mittelalterlichen Geschichte zur Verfügung gestellt. Bei Calenda handelt es sich um die wichtigste Forschungsdatenbank…

Abtei Himmerod muss schließen – was ist mit den Büchern?

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/abtei-himmerod-wird-900-jahre-nach-gruendung-aufgeloest-15247678.html http://cistercium.blogspot.de/2017/10/himmerod-muss-schlieen.html http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/wittlich/aktuell/Heute-in-der-Wittlicher-Zeitung-Himmerod-Moenche-ziehen-aus-Konvent-in-der-Eifel-ist-aufgeloest;art8137,4720125 „Romantisierende Vorstellungen“ würden erwarten, dass der beträchtliche Altbestand der Klosterbibliothek nun in gute öffentliche Hände kommt und nicht verscherbelt wird. Zu den Verkäufen aus der Klosterbibliothek 2015 meinen ersten Beitrag dazu: https://archivalia.hypotheses.org/886 Von Klaus Graf – Eigenes … Weiterlesen