Planet History

Wappenbuch Nassau-Vianden online

https://www.kb.nl/themas/middeleeuwse-handschriften/wapenboek-nassau-vianden-ca-1490 https://www.kb.nl/themas/middeleeuwse-handschriften/wapenboek-nassau-vianden-ca-1490 „Wapenboek Nassau-Vianden Den Haag, Koninklijke Bibliotheek, aanvraagnummer 1900 A 016 Brabant (Breda of Brussel), ca. 1490 Gemaakt door heraut Nassau-Vianden voor graaf Engelbrecht II van Nassau (1451-1504)“ #heraldik

Veranstaltungsprogramm des Breisgau-Geschichtsvereins „Schau-ins-Land“ 2017/2018

Der Breisgau-Geschichtsverein „Schau-ins-Land“ (Koooperationspartner von Archivum Rhenanum) hat für das Winterhalbjahr 2017/2018 wieder zahlreiche namhafte Referenten für Vorträge und Führungen gewinnen können, u.a. werden Dr. Annemarie Ohler über „Das Christentum im Breisgau“, Renate Liessem-Breinlinger über „La Neustadt“ in Straßburg, Dr. Michael Braun über den in Freiburg geborenen jüdischen Rechtsanwalt Ludwig Haas, ehemaliger Innenminister der badischen Revolutionsregierung, und Dr. Andreas Jobst über die Freiburger Spedition Mengler referieren. Das ausführliche Programm des Hauptvereins sowie der Sektionen Bad Krozingen/Staufen, Ebringen und Emmendingen finden Sie hier.

Deutsche Kultur – gähnende Leere oder wirksame Orientierung

Ein Meinungsbeitrag

Am 14. Mai dieses Jahres stand in der TAZ zu lesen: eine „spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“ Stattdessen gäbe es nur eine „kulturelle Vielfalt“, nicht irgendwie Einheitliches oder Übergreifendes, das als Leitkultur im Umgang mit dieser Vielfalt ins Spiel gebracht werden könnte. Man könnte mit einem Achselzucken über diese steile These hinweggehen, käme sie nicht von der im Range einer Ministerin stehenden Integrationsbeauftragten des Bundes, dem Mitglied der SPD Aydan Özoguz.

Buchpräsentation der Dissertation von Dr. Judith Kemp »Ein winzig Bild vom großen Leben. Zur Kulturgeschichte von Münchens erstem Kabarett ‚Die Elf Scharfrichter‘ (1901–1904)«

Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Str. 23, 81675 München

»Die beste Bühne, die wir zur Zeit in München haben, ist die der Elf Scharfrichter«, so urteilte die lokale Presse im Dezember 1901, ein halbes Jahr nach Eröffnung des ersten Münchner Kabaretts. Mit prominenten Mitgliedern wie Frank Wedekind, Otto Falckenberg und Heinrich Lautensack gelang es den Scharfrichtern, sich als wichtige Institution innerhalb der Münchner Kulturszene zu etablieren. Als sich die Künstlergruppe bereits im Mai 1904 wieder auflöste, waren Die Elf Scharfrichter zum berühmtesten Kabarett des wilhelminischen Deutschland geworden.
Judith Kemp präsentiert in ihrer von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Dissertation »Ein winzig Bild vom großen Leben. Zur Kulturgeschichte von Münchens erstem Kabarett Die Elf Scharfrichter (1901−1904)« erstmals eine detaillierte Beschreibung, Analyse und Einordnung dieses vielbeachteten Theaterensembles, das die deutsche Kabarettgeschichte begründete. Gemeinsam mit der Autorin führt Anatol Regnier, Enkel von Frank und Tilly Wedekind, mit Liedern und Texten durch die Geschichte des ersten Münchner Kabaretts.
Veranstalter: Monacensia im Hildebrandhaus und  Allitera Verlag München
Mit freundlicher Unterstützung des Vereins der Freunde der Musikwissenschaft München e. V. und des Instituts für Musikwissenschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München.
Eintritt frei / Anmeldung unter monacensia.programm@muenchen.de
Einführung: Prof. Dr. Waldemar Fromm, Institut für deutsche Philologie an der LMU MünchenBuchvorstellung und Gespräch mit Dr. Judith Kemp und Prof. Dr. Wolfgang Rathert Lesung und Musik: Dr. Judith Kemp und Anatol RegnierJudith Kemp„Ein winzig Bild vom großen Leben“. Zur Kulturgeschichte von Münchens erstem Kabarett Die Elf Scharfrichter (1901−1904)Allitera Verlag, München 2017

Stell dir vor, es ist Perserkrieg, und keiner geht hin …

Einen ersten Höhepunkt erlebten die Armeen des antiken Griechenland in ihrem Ringen mit den Persern im 5. Jh. v. Chr. Vor allem bei den zu Lande ausgetragenen Schlachten wurde dabei die Hauptlast von den Hopliten getragen – also den schwer bewaffneten Infanteristen, welche sich zu dieser Zeit überwiegend aus der bürgerlichen Ober- und Mittelschicht bzw. den ersten drei Vermögensklassen rekrutierten. Doch woher wusste beispielsweise im Stadtstaat Athen der einzelne Wehrpflichtige überhaupt, ob er für einen anstehenden Feldzug vom zuständigen Strategen (General) angefordert wurde? Und wie war es auf der anderen Seite dem Strategen möglich, bestimmte Bürger namentlich zum Wehrdienst einzuziehen – besonders jene, die außerhalb der eigentlichen Stadt – also auf dem platten Land – lebten? Schließlich gab es noch keine vergleichbare Infrastruktur wie heute.
Grundlage für die Lösung des Problems waren Aushebungsverzeichnisse mit den Namen der Wehrfähigen, welche wiederum auf den Bürgerlisten aufbauten, in die man als erwachsener (18jähriger) männlicher Bürger eingetragen wurde. Diese Listen – also sowohl die Bürgerlisten wie auch jene mit den Wehrpflichtigen – lagen wohl in den einzelnen Demen auf (= kleinsten Verwaltungseinheiten – siehe auch der davon abgeleitete Begriff ‚Demokratie‘) und wurden vom jeweiligen Demarchen (= Vorsteher einer Deme) geführt.
Eventuell beinhaltete ein solches Aushebungsverzeichnis (κατάλογος = Katalogos bzw. Katalog) Zuatzinformationen zu bisherigen Kriegseinsätzen der einzelnen Bürger. Für den Strategen hätte dies eine Erleichterung beim Zusammenstellen einer möglichst schlagkräftigen Truppe bedeutet (hingegen wurden nur selten – nämlich in absoluten Krisenzeiten – alle Wehrpflichtigen auf einen Schlag eingezogen).

Hatte der Stratege mithilfe von Assistenten seine Auswahl unter den Bürgern getroffen, so ließ er diese in Form einer Liste öffentlich aushängen. Aristoteles schreibt, die Namen wurden mit Holzkohle auf geweißte Tafeln geschrieben.
Da jeder der insgesamt zehn gewählten Strategen seine eigene Liste führte, waren es insgesamt zehn Stück (oder eher zehn Gruppen von Tafeln, da jeweils eine einzige eventuell nicht ausgereicht hätte), die auf der Agora Athens aufgestellt wurden. Daneben waren außerdem – wie aus einem Theaterstück des kriegserfahrenen Aristophanes hervorgeht – weitere relevante Bekanntmachungen ausgehängt. Aus ihnen ging hervor, wann und wo sich die gelisteten Männer zur Musterung einzufinden hatten und was an Ausrüstung und Verpflegung mitgebracht werden musste.

Da die Aushebungsverzeichnisse in Athen ausgehängt wurden, konnte keinesfalls davon ausgegangen werden, dass die gesamte Bevölkerung im Umland davon Kenntnis nahm. Manch Bürger könnte aufgrund dieses Umstandes sogar eine Chance gewittert haben, sich vor dem Kriegsdienst zu drücken. Von den Strategen wurden daher Boten entsandt, die die Bevölkerung zumindest auf den Aushang der Listen hinwiesen, wie ebenfalls aus einem Stück des Aristophanes hervorgeht. Desweiteren sind Trompetensignale denkbar; schließlich wurden diese dazu verwendet, um die männlichen Bürger im Notfall rasch zu den Waffen zu rufen. Warum also nicht auch zur Musterung?
Wer der Musterung unentschuldigt fernblieb, wurde nach Beendigung des Feldzuges vor ein spezielles Gericht gestellt, das sich aus Hopliten zusammensetzte und dem einer der zehn Strategen vorstand. Möglicherweise hat man die Angeklagten bis zum Gerichtstermin in Verwahrung genommen.

So weit, so gut. Was aber hatte ein einberufener Hoplit zu tun, wenn er der Meinung war, nicht für den Dienst im Heer tauglich zu sein?
Zuerst war es nötig, dass der Betroffene persönlich beim Strategen vorstellig wurde, um seinen Fall unter Eid vorzutragen. Der am häufigsten genannte Grund dürfte das Nichterfüllen der zum Dienst als Hoplit qualifizierenden Alters- und Vermögenskriterien gewesen sein.
Ausgehend von den überlieferten Regelungen zur Zeit des Aristoteles (4. Jh. v. Chr.), als die vorgegebene Altersspanne zwischen 18 und 59 Jahren lag, wird angenommen, dass es sich im 5. Jh. v. Chr. während der Perserkriege und des Pelopnnesischen Krieges bereits ähnlich verhielt (wobei laut Thukydides die ältesten und jüngsten Wehrpflichtigen normalerweise nicht für auswärtige Kriegseinsätze herangezogen wurden, sondern stattdessen die Grenzen der Polis zu sichern hatten).
Auch wer sich die kostspielige Panhoplie – also die Kampfausrüstung eines Hopliten – nicht leisten konnte, wird ein Freistellungsgesuch eingereicht haben.
Darüberhinaus waren bestimmte Amts- und Funktionsträger vom Militärdienst befreit. Dazu zählten die Mitglieder des Rates der 500, die Zolleinnehmer, die Mitglieder des bei großen öffentlichen Festen eingesetzten Chores inklusive der Choregen (‚Event-Veranstalter bzw. -Manager‘ aus dem Kreis der politischen Elite – vergleichbar mit den Veranstaltern von öffentlichen Spielen im antiken Rom).
Außerdem waren den Überlieferungen nach selbstverständlich Krankheit (z.B. starke Augenentzündung) oder persönliche Härtefälle (ein abgebranntes Eigenheim) mitunter Grund genug, um eine Freistellung genehmigt zu bekommen. In welchem ausmaß körperliche Gebrechen auch einfach nur vorgetäuscht wurden, wissen wir nicht. Allerdings ist es möglich, dass in zweifelhaften Fällen der Betroffene einen Ersatzmann zu stellen hatte.
Hopliten, die gerade erst von einem Feldzug zurückgekommen waren, konnten sich wohl ebenfalls von der Verpflichtung, sofort wieder an einem auswärtigen Feldzug teilzunehmen, befreien lassen; wobei sie dann allerdings nicht sofort ins Zivilleben zurückkehrten, sondern als Festungsbesatzung bzw. zur Grenzsicherung eingesetzt wurden.

Die oben beschriebenen Regelungen und Maßnahmen sorgten dafür, dass im Falle eines Krieges genügend Bürgersoldaten innerhalb relativ kurzer Zeit zur Verfügung standen. Darüberhinaus wurden aber gerade bei Feldzügen mit längerer Vorbereitungszeit auch sich freiwillig meldende Metöken (ansässige Griechen aus anderen Stadtstaaten) sowie Söldner von Auswärts eingesetzt. Das galt für die Waffengattung der Hopliten, besonders aber für Bogenschützen, Schleuderer und Reiterei.

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Weiterführende Literatur: 

„Frisch ausgegraben“ – Raubgrabungsgut in Hamburg sichergestellt

Jutta Zerres
Die Hamburger Morgenpost meldete am 18.09.2017 die Sicherstellung von Raubgrabungsgut von erheblichem Wert und die Festnahme der Beschuldigten durch die Polizei. Es handelt sich um ein mindestens 2500 Jahre altes goldenes Trinkhorn, einen Goldbecher, eine goldene Gürtelschnalle, eine antike griechische Stele und einen römischen Bronzetorso. Die Objekte stammen vermutlich aus dem Schwarzmeergebiet. Der Goldbecher ähnelt stilistisch einem Exemplar aus dem Schatz von Panagjurischte (Bulgarien) aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. 
(CCO via pixabay)
Die Stücke waren 2014 als „frisch ausgegraben“ dem Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe am Hauptbahnhof zum Kauf angeboten worden. Die Verantwortlichen des Museums informierten die Polizei und ließen sich zum Schein auf wochenlange Verhandlungen um den Preis ein. Nachdem eine Einigung erzielt worden war, vereinbarte man einen Übergabetermin, bei dem die Polizei zwei Männer festnahm und die Objekte sicherstellen konnte. Einer davon war als Antikenhändler gemeldet. Bei weiteren Durchsuchungen in Deutschland und der Schweiz wurden weitere Verdächtige festgesetzt und weitere Funde sichergestellt. Den insgesamt fünf Beschuldigten droht nun eine Anklage wegen gewerbsmäßigem Bandendiebstahl, Hehlerei und Betrug.

Link

Spielerisch Geschichte erzählen – ein Spiel zur Förderung narrativer Kompetenz im Geschichtsunterricht

Über ein Jahr intensive Arbeit und Testen in verschiedenen Klassen und Kursen steckt hinter dem folgenden Unterrichtskonzept. Basierend auf einer Idee von Ronald Hild haben wir ein Spiel zur Förderung des Erzählens im Geschichtsunterricht entwickelt. Das Spiel haben wir „Textura“ getauft, weil beim Spielen ein dichtes Netz, eine Art Erzähl-Gewebe entsteht. Textura hat einen modularen […]

Workshopreihe: Biografische Recherchen zu Opfern des Nationalsozialismus in München

Erinnerung braucht Empathie München wird mit Gedenktafeln oder -stelen und einem zentralen Namensdenkmal an die mehr als 10.000 Kinder, Frauen und Männer erinnern, die aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung ihr Leben verloren. Zu den Opfern der NS-Regimes gehören Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Widerstandskämfper*innen, Homosexuelle,…

Neuerscheinung: Gesellschaft für fränkische Geschichte e.V. – Neujahrsblätter – Reihe XIII Band 53

MATTHIAS WIESER DIE KAPELLE DER HLL. APOSTEL SIMON UND JUDAS THADDÄUS IM MÜNSTERSCHWARZACHER ZEHNTHOF IN NORDHEIM AM MAIN Beiträge zu Baugeschichte und Teilinstandsetzung eines Renaissancegebäudes mit barockzeitlicher Innendekoration im Landkreis Kitzingen Mit Texten von Franziskus Büll OSB und Martin Brandl 2017. Festeinband 119 Seiten mit 133 Abbildungen…

Tagung: Bibliotheksreisen. Eine besondere Form des Reisens von der Antike bis in die Gegenwart

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin Veranstalter: Forschungsstelle für Historische Reisekultur an der Eutiner Landesbibliothek Datum: 28. bis 30. September 2017 http://www.lb-eutin.de Bibliotheksreisen sind als kulturelle Praxis seit der Gründung der ersten Bibliotheken mit der Geschichte dieser Institutionen untrennbar verknüpft. Die…

Gleiche Rechte, Gleiche Pflichten – Frauenwahlrecht in Deutschland

Gleiche Rechte, Gleiche Pflichten – Frauenwahlrecht in Deutschland

Am 24. September 2017 findet die 19. Bundestagswahl statt. Unter den zur Wahl stehenden Kandidaten sind in diesem Jahr 1.400 Frauen, 29 % aller Bewerber. Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und die SPD haben sogar überwiegend weibliche Listenführer. Und seit 2005 gibt es in Deutschland eine Bundeskanzlerin. Vor hundert Jahren wäre das undenkbar gewesen.

Gleiche Rechte, Gleiche Pflichten – Frauenwahlrecht in Deutschland

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Am 24. September 2017 findet die 19. Bundestagswahl statt. Unter den zur Wahl stehenden Kandidaten sind in diesem Jahr 1.400 Frauen, 29 % aller Bewerber. Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und die SPD haben sogar überwiegend weibliche Listenführer. Und seit 2005 gibt es in Deutschland eine Bundeskanzlerin. Vor hundert Jahren wäre das undenkbar gewesen.

Conférence: Fragments de textes et lieux d’écriture vernaculaires (VIIIe-XIe siècles)

La prochaine séance du séminaire d’histoire médiévale organisé par l’École pratique des hautes études (Laurent Morelle) et l’Institut historique allemand (Rolf Große) se tiendra le mercredi 11 octobre 2017. Au programme: Jens Schneider (université Paris-Est Marne-la-Vallée), »Fragments de textes et lieux d’écriture vernaculaires (VIIIe-XIe siècles)«. Présidence: Thomas Lienhard (univ. Paris 1 Panthéon-Sorbonne). Le séminaire aura lieu à l’IHA (8 rue du Parc-Royal, 75003 Paris),…

Wo finde ich Nachlässe von ehemaligen Dozenten der Pädagogischen Hochschule Celle/Osnabrück?

Das Universitätsarchiv Osnabrück bemüht sich auch um Nachlässe der ehemaligen Dozenten der Adolf-Reichwein-Hochschule. Für Nachlässe besteht keine Abgabepflicht. Auch ist es für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler typisch, dass sie nicht nur an einem Ort wirken. Wenn also eine Wissenschaftlerin / ein … Weiterlesen

Kolloquium: Mit Max Weber arbeiten

Kolloquium, 04.10.2017 – 06.10.2017, CERI, DHI Paris Unter der wissenschaftlichen Leitung von Jean-Pierre Grossein (Université Paris VIII) und Béatrice Hibou (CNRS, CERI, SciencesPo), organsiert durch das CERI (SciencesPo, Paris), das DHI Paris in Zusammenarbeit mit der FMSH und dem CRESC (Université Mohamed VI Polytechnique de Rabat). Die Tagung  »Mit Max Weber arbeiten«  will zeigen, wie die theoretische Sprache Max Webers die empirischen Analysen gegenwärtiger Feldforschung bereichern kann, ausgehend von einer präziseren Kenntnis der von Weber geprägten Konzepte jenseits der Opposition von Empirie und Theorie. Deshalb … Kolloquium: Mit Max Weber arbeiten weiterlesen

Nationalismus auf der Bühne – Theater in Iran: Episode 4 – Theater damals und heute: Ein Gespräch mit Delara Noushin

In den Archiven und Bibliotheken Teherans hat die Iranistin Anna Heller von der Universität Marburg bislang die schriftlichen Quellen zur Erforschung der Geschichte des modernen iranischen Theaters gesichtet. Nun widmet sie sich einer anderen Quellengattung: dem Zeitzeugeninterview. Ihre Gesprächspartnerin Delara Noushin ist selbst Schauspielerin und Nichte von Abdol-Hoseyn Noushin, dem Gründer des modernen Theaters in Iran. Sie weiß unter anderem von der Bedeutung ihres Onkels zu berichten, aber auch von den Repressalien, die er unter der Herrschaft des Schahs zu erleiden hatte. Nach dem Gespräch zieht es Anna Heller wieder zu den Büchern und sie sucht einen Stadtteil Teherans auf, der für seine vielen Buchhandlungen und Antiquariate bekannt ist.

Verlage greifen Berliner Start-up ResearchGate an

Der Verband der Wissenschaftsverlage STM hat die Kanzlei Caemmerer Lenz beauftragt, das unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beliebte soziale Netzwerk ResearchGate anzugehen. In einem Schreiben (PDF) fordert die Kanzlei das Berliner Start-Up auf, gemeinsam mit dem STM-Verband ein “new system” zu implementieren, dass sicherstelle, dass Fachartikel nur noch nach Zustimmung der von STM vertretenen Verlage auf […]

Geteiltes Erbe? Koloniales Wissen in Geschichte und Gegenwart

Museum für Völkerkunde Hamburg, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg

Das Zeitalter der Kolonialreiche ist Vergangenheit, die noch nicht vergangen ist. Auch in Deutschland nicht, wo in den letzten Jahren zahlreiche Debatten die Gegenwärtigkeit dieser Vergangenheit gezeigt haben: Die Berliner Charité gab nach knapp 110 Jahren die sterblichen Überreste von 21 Opfern des deutschen Genozids an den Herero und Nama zurück. Doch eine offizielle Entschuldigung Deutschlands für diesen Völkermord steht bis heute aus. Straßennamen in den „Kolonialvierteln“ Hamburgs, Münchens, aber auch in kleineren Städten werden geändert oder kommentiert – nach oft vehementen Debatten in der jeweiligen Stadtöffentlichkeit.
Im Streit um das Berliner Humboldt Forum wurde die problematische Tradition vorkolonialen und kolonialen Sammelns in Völkerkundemuseen in den Mittelpunkt gerückt. Unter manchmal zweifelhaften Bedingungen haben sich Abenteurer und Wissenschaftler, private Sammler und Museen die materielle Kultur anderer Weltreligionen angeeignet.
Doch der Zusammenhang von Wissenschaft und Kolonialismus im 19. und 20. Jahrhundert ist noch viel grundlegender. Denn „Altlasten“ lagern nicht nur in Museen, sondern auch in Denkweisen, Konzepten und Begriffen der modernen Wissenschaften. Der Siegeszug der Wissenschaften als Agenturen der Weltdeutung und als Instrumente der Weltbeherrschung begann zeitgleich mit dem zweiten Kolonialismus. Das gilt für Medizin und Anthropologie ebenso wie für die Ethnologie, Ökonomik und die Geschichtswissenschaften.
Diese materiellen und ideellen Hinterlassenschaften des europäischen kolonialen Projekts werden nun zum Problem für Politik und Wissenschaft. Sie werfen grundsätzliche Fragen nach der Entstehung der modernen Human- und Sozialwissenschaften auf.

Tag der Archive 2018 – Motto steht fest

Per Abstimmung haben die Mitglieder des Verbandes der deutschen Archivarinnen und Archivare (VdA) über das Motto des Tages der Archive 2018 entschieden. Wie der VdA mitteilte, wählte die Mehrheit „Demokratie und Bürgerrechte“. Ideenvorschläge zur Gestaltung des Tages der Archive wird der VdA bald zusammenstellen. Eine eigene Website sowie Plakat und Flyer wird es ebenfalls wieder geben.

2013: Erblast D – eine Ausstellung

Das 3.OG im Bunker war 2013 die letzte Station einer ganz außergewöhnliche Kunstinstallation: 24 Arbeiten der gebürtigen Mannheimerin Uscha Rudek-Werlé beschäftigen sich mit dem Holocaust. Uscha Rudek-Werlé ist 12 Jahre alt, als sie in der Schule auf Veranlassung der Alliierten einen sogenannte „Pflichtfilm“ über die Gräuel in den Konzentrationslagern anschauen muss. Sie ist erschüttert. Aber…

PDFs: Wikinger-Kleidung (Klappenrock, Kappen usw.)

Making a Viking Age Dublin Cap | Kirstina Williams | Academia.edu
A Viking Belt based on the Skjoldehamn Find | Susan Verberg | Academia.edu
Viking Jewellery from the island of Gotland, Sweden | Dan S B Carlsson | Academia.edu
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